Salzburger Apotheker im ORF Fernsehgarten
Seit März 2013 stellen Salzburger Apothekerinnen und Apotheker jeden Dienstag im ORF-Fernsehgarten nach Salzburg-heute in der Sendung "Gesund in Salzburg" Heilpflanzen vor, beleuchten Gesundheitsthemen rund um die Natur und geben wertvolle Tipps.
Die Themen der vergangenen Sendungen:
22.09.2026 - Was bei Blasenentzündung helfen kann
Am 23. September ist Herbstbeginn. Leider oftmals auch der Start in die Erkältungssaison. Aber nicht nur, auch Blasenentzündungen treten häufiger auf. Warum das so ist? Und welche Heilpflanzen dagegen helfen? Das ist Thema für unser „Gesund in Salzburg“-Team.
Es liegt unter anderem an den kühleren Temperaturen, die für eine schlechtere Durchblutung im Unterleib sorgen. Das schwächt die lokale Abwehr und Bakterien haben ein leichteres Spiel. Frauen sind häufiger von Blasenentzündungen betroffen. Das hängt vor allem mit der weiblichen Anatomie zusammen: Frauen haben kürzere Harnwege und Bakterien deshalb einen kürzeren Weg in die Blase.
Pflanze können helfen
Einige Pflanzen stellt unser Team in der Sendung vor:
- Liebstöckelwurzel bekämpft bestimmte Bakterien, die Blasenentzündungen verursachen
- Süßholzwurzel kann helfen, gereizte Schleimhäute zu beruhigen
- Hauhechelwurzel und Wacholderbeeren sind harntreibend und verhindern so, dass sich Bakterien in der Blasenschleimhaut festsetzen
All diese Pflanzen und Eigenschaften lassen sich in einer Teemischung vereinen.
Rezept für den Tee
- 25g Liebstöckelwurzel
- 25g Süßholzwurzel
- 25g Hauhechelwurzel
- 25g Wacholderbeeren (kurz vorher zerstoßen)
Alles zusammenmischen. 1 Esslöffel der Mischung mit 1 Liter kochendem Wasser noch kochend übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und bis spätestens 17.00 Uhr trinken. Sonst wird es eine unruhige Nacht, so das „Gesund“-Team mit einem Augenzwinkern.
08.09.2026 - Konzentration natürlich fördern
Mit dem Schulbeginn am 14. September beginnt für viele Kinder wieder der Lernalltag. Nach den Ferien fällt das oft nicht leicht. Aber es gibt ein paar Hausmittel, die unterstützen, indem sie die Konzentration fördern: Hier für Sie zum Nachlesen.
Die wichtigste Grundlage ist Schlaf. Schulkinder brauchen etwa neun bis elf Stunden pro Nacht. Ein regelmäßiger Schlafrhythmus und möglichst keine Bildschirme vor dem Schlafengehen fördern Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit.
Ernährung, viel Bewegung und ausreichend trinken
Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Vollkornprodukte liefern dem Gehirn Energie, Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, Nüssen und Samen unterstützen die Gehirnfunktion. Dazu kommen viel Obst, Gemüse, ausreichend Wasser und Bewegung an der frischen Luft.
Helfer aus der Pflanzenwelt
Es gibt viele Pflanzen, die traditionell für ihre konzentrationsfördernden Eigenschaften geschätzt werden, weil sie belebend, stimmungsaufhellend oder erfrischend sind. Darunter fallen zum Beispiel Rosmarin, Salbei, Pfefferminze, Gänseblümchen, Zitronenmelisse, Thymian oder Zitrusfrüchte.
Als Tee genießen oder Lern-Duftmischung zubereiten
Alle Pflanzen können als Tee angewendet werden oder sie eignen sich für eine Lern-Duftmischung aus ätherischen Ölen. Dazu
- 20 Tropfen Orangenöl
- 20 Tropfen Zitronenöl
- 20 Tropfen Grapefruitöl
- 20 Tropfen Litseaöl und
- 5 Tropfen Rosmarinöl zusammenmischen
Von der Duftmischung einen Tropfen in eine Duftlampe geben und im Kinderzimmer aufstellen oder einen Tropfen direkt aufs Handgelenk oder T-Shirt auftragen.
01.09.2026 - Gesunde mediterrane Ernährung
Wer schon einmal in Italien oder generell im Süden auf Urlaub war, kann sicher bestätigen, dass die mediterrane Küche köstlich ist. Aber nicht nur, sie ist auch gesund! Warum das so ist? Ein Thema für unser „Gesund in Salzburg“-Team.
Mittlerweile gibt es Hinweise, dass eine mediterrane Diät das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann. Was es ausmacht, ist die Vielfalt. Auf dem Speisplan in Südeuropa stehen unter anderem frisches Gemüse und Obst, Fisch, Kräuter, wenig Fleisch, Nüsse, Kerne, Kräuter und kalt gepresstes Olivenöl – bevorzugt frisch, regional und saisonal.
Zurecht einen besonders guten Ruf
Einige Inhaltsstoffe im Olivenöl können nämlich helfen, das „schlechte“ LDL-Cholesterin im Zaum zu halten – vereinfacht gesagt. Entscheidend sind jedenfalls Qualität und Menge. Zwei Esslöffel pro Tag reichen. Außerdem sollte es andere Fette in der Ernährung ersetzen und nicht ergänzen.
Ein Olivenbaum hat viel zu bieten
Auch die Blätter des Baumes können verwendet werden. Sie enthalten Bitterstoffe für die Verdauung. Und sie werden traditionell auch eingesetzt, um Herz und Kreislauf zu unterstützen. Diesbezüglich bietet sich ein klassischer Tee mit Olivenblättern an.
25.08.2026 - Spitzwegerich bei Insektenstich
In der Naturapotheke gibt es ein paar Multitalente und der Spitzwegerich gehört ganz klar auf diese Liste. Er wird bei Erkältungen eingesetzt und im Sommer als Erste Hilfe gegen Mückenstiche.
Spitzwegerich eignet sich dafür einerseits, weil er Schleimstoffe enthält. Sie legen sich wie ein natürlicher Schutzmantel auf gereizte Schleimhäute. Das beruhigt Hals und Rachen bei trockenem Husten und Heiserkeit. Andererseits enthält er viele Gerbstoffe. Diese wirken zusammenziehend und beruhigend. Und das verschafft Linderung bei Mückenstichen.
Das „Wiesenpflaster“
Er hilft auch bei Bremsenstichen, Kontakt mit Brennnesseln oder auch bei kleinen Wunden. Deshalb wird Spitzwegerich auch als „Wiesenpflaster“ bezeichnet. Die Pflanze wächst oft genau dort, wo man sie braucht – am Wegrand. Aber auch in vielen Gärten und auf Wiesen, also praktisch überall.
Verwendungsmöglichkeiten
Man kann frische Spitzwegerich-Blätter zwischen den Fingern zerreiben oder leicht zerquetschen. Den austretenden Pflanzensaft dann direkt auf die betroffene Stelle geben – das ist einer der praktischsten Anwendungsbereiche, gerade im Sommer.
Aber auch in der Erkältungszeit ist er ein gutes Mittel. Hier kommt er klassisch als Tee aus den Blättern, als Hustensaft oder Sirup zum Einsatz
18.08.2026 - Verdauungspulver mit Mariendistel
Die auffallende Blüte lenkt alle Blicke auf sich, doch die Kraft der Mariendistel steckt in den Samen. Sie entstehen rund 100 Tage nach der Blüte und sind im Herbst reif. In der aktuellen Ausgabe von „Gesund in Salzburg“ geht es darum, was in den Samen steckt und wofür man sie nutzen kann.
Die Samen der Mariendistel enthalten Silymarin. Es gibt Hinweise darauf, dass dieser pflanzliche Wirkstoff den Fettstoffwechsel unterstützt und der Leber dabei hilft, giftige Stoffe unschädlich zu machen. In der Volksmedizin wird die Mariendistel auch bei Verdauungsbeschwerden und Völlegefühl eingesetzt. Zur Unterstützung der Leber werden meist Extrakte oder Kapseln verwendet, die hochdosiertes Silymarin enthalten.
Rezept für ein Mariendistel-Verdauungspulver
Für eine bessere Verdauung nach einem schweren oder fettigen Essen könnte man ein Verdauungspulver ausprobieren. Dazu jeweils einen Teelöffel Mariendistel-Samen mit Wacholder, Löwenzahnwurzel, Gewürznelken und Kümmel mischen, im Mörser oder der Gewürzmühle fein mahlen und in ein Glas geben. Vor oder nach dem Essen maximal einen halben Teelöffel direkt auf die Zunge geben.
Jungfrau Maria als Namensgeberin
Ihren Namen verdankt die Mariendistel einer christlichen Legende. Der Überlieferung nach stammen die typischen weißen Flecken auf den Blättern von der Muttermilch der Heiligen Maria. Beim Stillen sollen einige Tropfen auf eine Distel gefallen sein.
11.08.2026 - Salzburger Räucherbüschel
Tradition, Brauch, Gesundheit: Die Sendung kommt dieses Mal aus dem Apotheker-Kräutergarten. Alles sprießt und unser Gesund in Salzburg-Team hat sich für ein ganzes Büschel an Kräutern entschieden. Natürlich auch, weil am 15. August Maria Himmelfahrt ist.
Das Kräuterbüschel ist ein uralter Brauch, der in Salzburg und im gesamten Alpenraum bis heute gepflegt wird. Insgesamt gehören sieben, neun oder zwölf Kräuter hinein: 7 ist die Anzahl der Schöpfungstage, 9 beinhaltet dreimal die Dreifaltigkeit und 12 steht für die Anzahl der Apostel.
Welche Pflanzen gehören unbedingt hinein?
Und vor allem auch: Was können sie?
Zu den sogenannten Marienkräutern zählt zum Beispiel Johanniskraut. Es gilt als pflanzliches Antidepressivum. Lavendel oder Baldrian sind zwei entspannende Heilpflanzen und kommen bei Schlafstörungen zum Einsatz. Thymian oder Salbei wird eine beruhigende Wirkung auf die Atemwege nachgesagt.
Aus allen Pflanzen kann man sich einen Tee zubereiten, man kann sie in Form von Inhalationen oder auch Bädern verwenden – oder man kann sie verräuchern. Das passiert traditionell mit dem Kräuterbüschel in den Raunächten.
Regional unterschiedliche Verwendung
Die Pflanzen fürs Kräuterbüschel sind je nach Region und Familie recht unterschiedlich. Häufig finden sich im Kräuterbüschel Johanniskraut, Schafgarbe, Beifuß, Kamille, Salbei, Thymian, Lavendel, Pfefferminze, Rainfarn, Wermut, Baldrian oder Ringelblume. In der Mitte wird gern die Königskerze platziert.
Tipp
Die Kamille ist für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt. Beim Alant verwendet man die Wurzel. Sie soll bei Hustenbeschwerden unterstützen. Siehe auch Alant bei Hustenbeschwerden vom 24.03.2026.
04.08.2026 - Beinwell-Umschlag gegen Prellung
Der Beinwell ist ein gutes Beispiel, wie viel Kraft in Pflanzen steckt. Er wächst gerne an feuchteren Standorten, wie zum Beispiel im Apothekergarten der Naturwissenschaftlichen Fakultät – und der Name lässt schon vermuten, wo er zum Einsatz kommt.
Beinwell wird verwendet, um den Heilungsprozess bei Prellungen, Zerrungen oder Verstauchungen zu unterstützen. Grund dafür ist der Inhaltsstoff Allantoin, der vor allem in der Wurzel enthalten ist. Allantoin fördert etwa die Erneuerung der Zellen und die Geweberegeneration.
Eine Besonderheit
Angewendet wird der Beinwell nur äußerlich als Gel, Salbe oder Tinktur. Dazu gibt man die Wurzelstücke in ein Schraubglas und bedeckt es mit 70-prozentigem Alkohol. Drei bis vier Wochen ziehen lassen, abseihen, ein Tuch damit tränken und über Nacht auf die betroffene Stelle legen.
Wichtige Information
Aber bitte nicht auf offenen Wunden anwenden! Denn die Pflanze enthält Giftstoffe, die nicht in den Körper gelangen sollen!
28.07.2026 - Leinsamen für eine gute Verdauung
Sie stammen von einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt, dem Flachs, ab und enthalten viele Ballast- und Schleimstoffe, die nach dem Quellen die Darmbewegung anregen.
Leinsamen sollten immer mit ausreichend Flüssigkeit verzehrt werden. Andernfalls können sie im Darm verkleben und zu Verstopfung führen. Was viele nicht wissen: Man sollte die Leinsamen mindestens eine Stunde in Wasser einweichen, bevor man sie isst. Wenn sie schon aufgequollen sind, können sie ihre Wirkung im Darm besser entfalten. Wer die schleimige Konsistenz nicht mag, kann die Leinsamen auch mahlen oder schroten. Dann müssen sie nicht unbedingt vorquellen.
Wirkung bei Sodbrennen und gereizter Magenschleimhaut
Auch bei Sodbrennen oder einer gereizten Magenschleimhaut können Leinsamen eingesetzt werden. Dafür zwei Esslöffel ganze Leinsamen mit 250 ml kaltem Wasser ansetzen. Über Nacht (oder ca. acht Stunden lang) stehen lassen. Anschließend die Flüssigkeit durch ein Sieb abgießen. Der entstandene zähe Schleim wird über den Tag verteilt schluckweise getrunken. Er legt sich wie ein Schutzfilm auf die Schleimhäute in der Speiseröhre oder im Magen.
21.07.2026 - Kalte oder warme Getränke gegen Hitze?
Welche Getränke gegen Hitze helfen und welche Kräuter den Körper bei sommerlichen Temperaturen unterstützen können, klären ORF-Salzburg-Moderatorin Valerie Gros und Apothekerin Sonja Gaube in der aktuellen Ausgabe von "Gesund in Salzburg".
Zu diesem Thema gibt es unterschiedliche Ansichten. Für viele ist eine eiskalte Limonade die ultimative Erfrischung. Dagegen spricht aber, dass der Körper Energie aufwenden muss, um die aufgenommene Flüssigkeit zu erwärmen. Das erzeugt dann wieder Hitze. Tatsache ist, dass das effektivste und natürlichste Mittel zur Wärmeregulierung das Schwitzen ist.
Heilpflanzen, die beim Schwitzen helfen
Holunderblüten haben einen leicht schweißtreibenden Effekt. Gegen übermäßiges Schwitzen wird dagegen oft Salbei eingesetzt. Seine Inhaltsstoffe ziehen die Schweißdrüsen zusammen und verhindern so unnötigen Flüssigkeitsverlust. Für die richtige Balance kann beides in eine Teemischung gegeben und mit anderen Kräutern ergänzt werden.
Rezept für eine Teemischung
- 25g Pfefferminzblätter
- 5g Zitronenmelissenblätter
- 5g Holunderblüten
- 5g Salbeiblätter
- 10g Hibiskusblüten (für die Farbe und die feine Säure)
Einen Esslöffel der Mischung mit einem Liter heißem Wasser (gerade nicht mehr kochend) übergießen, zugedeckt sieben bis zehn Minuten ziehen lassen (der Deckel ist wichtig, damit das ätherische Öl nicht mit dem Wasserdampf entweicht). Dann abseihen, eine Zitronenscheibe hinzufügen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
14.07.2026 - Mädesüß-Sirup gegen Erkältungen
Die zarten Blüten des Mädesüß duften wunderbar und sehen wunderschön aus. Doch die Heilpflanze hat noch viel mehr zu bieten. In der Volksmedizin wird das Mädesüß als Mittel gegen Erkältungen und Kater eingesetzt.
Die im Mädesüß enthaltenen Salze der Salicylsäure können schmerzlindernde und entzündungshemmende Effekte haben. Mädesüß gilt auch als harntreibend und kann so beim Entgiften unterstützen. Es kann als Tee, Fertigpräparat oder als Sirup eingenommen werden.
Auf Mädesüß verzichten sollten Schwangere, Asthmatiker und Personen mit einer Salicylat-Überempfindlichkeit.
Rezept für einen Mädesüß-Sirup
Etwa 300 Gramm frische Blütenrispen zusammen mit ein bis zwei in Scheiben geschnittenen Zitronen und optional etwas Ingwer in einen Topf geben. Mit ca. 1,5 Litern Wasser übergießen und 24 bis 48 Stunden zugedeckt an einem kühlen Ort ziehen lassen (Kaltauszug). Den Sud abseihen, die Flüssigkeit abmessen und mit der gleichen Menge Zucker kurz aufkochen, bis der Sirup klar ist. Noch heiß in sterilisierte Glasflaschen füllen, fest verschließen und dunkel lagern.
Bei Kopfschmerzen oder einer beginnenden Erkältung ein bis zwei Esslöffel des Sirups in einem Glas Wasser oder Tee auflösen und schluckweise trinken.
07.07.2026 - Gedächtnispflanze Gingko
Sommer ist Reisezeit – darum „reist“ unser Gesund in Salzburg-Team dieses Mal thematisch nach China. Dort wird der Ginkgo seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin genutzt. Auch bei uns ist er mittlerweile als „Gedächtnispflanze“ bekannt.
Ginkgo wird häufig unterstützend bei Konzentrationsproblemen, Vergesslichkeit, geistiger Erschöpfung oder leichten Durchblutungsstörungen verwendet. Wundermittel fürs Gehirn ist er natürlich nicht. Zum gesunden Altern gehört auch ausgewogene Ernährung, Bewegung und anderes mehr dazu.
Wie wird Ginkgo angewendet?
Aus seinen Blättern werden Extrakte gewonnen, die als Tabletten, Kapseln oder Tropfen eingenommen werden. Meist als Kur – also regelmäßig über mehrere Wochen. Folgendes ist dabei aber zu beachten: Es gibt Hinweise, dass Ginkgo die Blutgerinnung beeinflusst. Wenn man blutverdünnenden Medikamente nimmt oder eine Operation ansteht, sollte man die Einnahme vorab mit Arzt, Ärztin oder in der Apotheke besprechen.
30.06.2026 - Himbeerblätter – nur für Frauen?
Die saftigen Früchte kennt man, aber in der Naturheilkunde sind die Blätter die echten Stars. Sie enthalten viele Gerbstoffe und werden deswegen gerne von Frauen verwendet. Wie hängt das zusammen? Und wobei helfen sie noch?
Gerbstoffe können sich entzündungshemmend und krampflösend auf die Gebärmutterschleimhaut auswirken. Viele Frauen schwören deswegen bei leichten Menstruationsschmerzen auf einen Tee mit den getrockneten Blättern. Sie sind als fertige Teemischung erhältlich oder können um diese Jahreszeit auch im eigenen Garten geerntet werden.
Was können Himbeerblätter für Männer tun?
Die Blätter kommen traditionell bei vielen entzündlichen Erkrankungen der Schleimhäute zum Einsatz – können also auch bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich unterstützen. Dafür eignen sich zum Beispiel eine Mundspülung oder eine Gurgellösung aus Himbeerblättertee. Außerdem werden sie in der Volksmedizin bei leichtem Durchfall verwendet.
23.06.2026 - Rosmarin als „Muntermacher“
Falls Sie diesen warmen Sommerabend noch etwas länger genießen wollen, dann hat unser „Gesund in Salzburg“-Team einen Muntermacher-Tipp. Denn der Rosmarin soll beleben und den Kreislauf anregen, sagt die Naturheilkunde.
Genau deshalb wird er traditionell bei niedrigem Blutdruck, Müdigkeit oder Kreislaufschwäche eingesetzt. In der Aromatherapie gilt Rosmarinöl als aktivierend, konzentrationsfördernd und stimmungsaufhellend.
Wie bei allen Heilpflanzen aber gilt auch hier: Rosmarin ist nicht für jeden das Richtige. Gerade Menschen mit hohem Blutdruck sollten Rosmarin sparsam verwenden. Das gilt speziell für das hochkonzentrierte ätherische Öl – auf die Dosierung kommt es an.
Verwendung von Rosmarin
Abgesehen von der Verwendung in der Küche, kann ein sommerlicher Klassiker empfohlen werden: ein abgekühlter Rosmarin-Tee mit Zitrone. Ein Teelöffel der Blätter reicht für einen halben Liter Wasser. Verwenden kann man die Pflanze auch als Badezusatz. Da genügen wenige Zweige in der Badewanne. Beides sollte besser in der Früh ausprobiert werden.
Oder eben sehr bewusst am Abend, meint Valerie Gros: „Je nachdem, was man vorhat.“
16.06.2026 - Die Apotheker-Rose
Jetzt beginnt die beste Zeit, um Kräuter und Heilpflanzen zu sammeln. Unser „Gesund in Salzburg“-Team widmet sich der wunderschönen Apotheker-Rose. Denn mit ihren Blüten wird unter anderem ätherisches Rosenöl produziert – für eine Aromatherapie.
Weltweit gibt es über 30.000 Sorten – eine davon ist die Apotheker-Rose. Sie wurde schon im Mittelalter in Klostergärten und Apotheken kultiviert. Daher stammt auch ihr Name. Ihre Blüten wurden zu Tees, Tinkturen oder Duftölen verarbeitet.
Heute spielt das Öl die größte Rolle
Ätherisches Rosenöl wird in der Kosmetik sehr geschätzt, aber auch in der Pflanzenheilkunde und Aromatherapie. Der Duft beruhigt viele Menschen und vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit.
Einfache Anwendung
Ein paar Tropfen in eine Duftlampe geben – das reicht, denn der Duft ist sehr intensiv. Und auch sehr teuer, denn es ist eines der kostbarsten ätherischen Öle, weil die Herstellung sehr aufwendig ist. Für einen Liter Rosenöl braucht es tausende Kilos Rosenblätter. Eine Alternative wäre zum Beispiel Rosengeranien-Öl. Dieses Öl riecht ähnlich und ist günstiger in der Anschaffung.
09.06.2026 - Männerkraut Weidenröschen
Am Sonntag ist Vatertag. Darum widmet sich unser Team einer Pflanze, die in der Volksmedizin als „Männerkraut“ bekannt ist. Das Weidenröschen gilt als „Naturheilmittel Nummer 1“ bei Problemen mit der Prostata, die vor allem Männer ab 50 betreffen.
Meist wird das Kraut vom schmalblättrigen und vom kleinblütigen Weidenröschen verwendet. Beide Arten können bei Prostata- und Blasenentzündungen unterstützen oder Beschwerden beim Wasserlassen lindern. Eine medizinische Therapie ersetzt die Heilpflanze aber nicht.
Wie verwendet man das Weidenröschen?
Am gängigsten ist eine Teemischung mit anderen Kräutern, die bei den genannten Beschwerden zusätzlich unterstützen – zum Beispiel Brennnesselwurzel, Goldrutenkraut und Birkenblätter. Diesen Tee dann zwei Mal täglich über einen Zeitraum von maximal sechs Wochen trinken.
Extra-Tipp
Den Tee nach dem Aufgießen mit kochendem Wasser unbedingt zudecken, damit die ätherischen Öle und Wirkstoffe nicht entweichen. Weil Teekochen aber vielleicht nicht jedermanns Sache ist, gibt es Weidenröschen auch konzentriert in Kapselform.
02.06.2026 - Duftveilchen für strahlende Haut
Die Blüten der Duftveilchen waren bis vor Kurzem noch in der Natur zu bewundern. Unser „Gesund in Salzburg“-Team verwendet das Kraut zur Hautpflege. Denn: Duftveilchen werden in der Naturkosmetik sehr geschätzt.
Sie kommen etwa bei empfindlicher oder unreiner Haut zum Einsatz. Grund dafür sind Inhaltsstoffe wie Salicylsäure oder Flavonoide. Die enthaltenen Schleimstoffe binden außerdem Feuchtigkeit und sind daher oft in Gesichtscremen zu finden. Das ist aber nur eine Anwendungsmöglichkeit, ein Gesichtswasser eine andere.
Gesichtswasser selbstgemacht
Dazu eine Handvoll Duftveilchenkraut mit 150 Milliliter stillem Leitungswasser übergießen. Es sollte vorher abgekocht und schon abgekühlt sein. Das Ganze dann maximal eine Stunde ziehen lassen und gut abseihen.
Verwendungstipps
Das Gesichtswasser einfach morgens und abends nach der Reinigung auftragen. Bitte aber rasch verbrauchen, da keine Konservierungsmittel enthalten sind – also maximal eine Woche am besten im Kühlschrank aufbewahren.
Rezept und Zubereitung
- 1 Handvoll Duftveilchenkraut getrocknet
- 150 ml destilliertes Wasser (oder stilles Mineralwasser)
Herstellung: Wasser zum Kochen bringen und abkühlen lassen – warm wäre gut, um die Inhaltsstoffe zu schonen. Kraut in ein sauberes Glas geben und mit dem warmen Wasser übergießen. Den Auszug abgedeckt etwa 30 bis 60 Minuten ziehen. Danach abseihen durch ein feines Sieb oder ein Tuch. In eine sterile Sprüh- oder Braunglasflasche abfüllen.
Morgens und abends nach der Reinigung auf ein Wattepad geben und das Gesicht sanft abtupfen oder direkt aufsprühen.
Achtung: Da keine starken Konservierungsmittel enthalten sind, sollte das Gesichtswasser im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von sieben Tagen verbraucht werden.
26.05.2026 - Zitronenmelisse gegen Fieberblasen
Die Zitronenmelisse ist ein wahres Multitalent der Natur, sie kommt bei vielen Beschwerden zum Einsatz. Warum sie auch bei lästigen Fieberblasen helfen kann, das erklären ORF-Moderatorin Valerie Gros und Apothekerin Sonja Gaube in der aktuellen Ausgabe von „Gesund in Salzburg“.
Die Zitronenmelisse zählt zu den effektivsten pflanzlichen Mitteln gegen Herpes simplex. Ihre Inhaltsstoffe, wie beispielsweise die Rosmarinsäure, besetzen die Rezeptoren der Hautzellen. Dadurch wird den Herpesviren das Eindringen in die Zellen erschwert. Bei frühzeitiger Anwendung kann der Ausbruch oft verhindert oder die Heilungsdauer verkürzt werden. Verwendet werden können fertige oder selbst hergestellte Salben.
Rezept für eine Fieberblasen-Salbe
Zuerst einen Tee mit Melissenblättern zubereiten, diesen 30 Minuten ziehen lassen und abseihen. 10 Gramm davon portionsweise in 20 Gramm Lanolin/Wollwachs einarbeiten (leicht warm geht das am besten). Optional zwei bis drei Tropfen ätherisches Melissen- oder Teebaumöl einarbeiten und in kleine Tiegel abfüllen.
Beim ersten Anzeichen von Kribbeln mehrmals täglich dünn auf die betroffene Stelle auftragen. Bei akuten Fieberblasen können auch frische Blätter zerrieben und der Saft direkt aufgetupft werden.
19.05.2026 - Entschlackungstee mit Zinnkraut
Zinnkraut, auch Ackerschachtelhalm genannt, ist in der Hausapotheke sehr nützlich. Es wächst im Frühling und ab jetzt können die oberen zwei Drittel der Triebe gesammelt, getrocknet und zu einem Tee verarbeitet werden.
Der Tee kann bei Harnwegsinfekten oder zur Entschlackung getrunken werden. Vorsicht: Das Zinnkraut sollten Sie selbst nur sammeln, wenn Sie es eindeutig erkennen können. Es kann nämlich mit dem giftigen Sumpfschachtelhalm verwechselt werden.
Zubereitung des Blasen- und Nierentees
- 50 g Zinnkraut
- 20 g Löwenzahnwurzel
- 20 g Bruchkraut
- 10 g Pfefferminzblätter
Einen Esslöffel der Mischung mit einem Liter Wasser zehn Minuten ziehen lassen und in der ersten Tageshälfte trinken.
Woher hat das Zinnkraut seinen Namen?
Die Pflanze wurde früher zum Putzen von Zinngeschirr verwendet, da ihre mineralischen Bestandteile eine gute Scheuerwirkung haben. Daher kommt vermutlich auch der Name.
12.05.2026 - Sanfte Intimpflege für Frauen
Ein Thema, über das wenig gesprochen wird, weil es unangenehm ist – aber viele Frauen betrifft. Unser „Gesund in Salzburg“-Team mit Apothekerin Margarete Olesko spricht darüber, inklusive Tipps gegen Scheidentrockenheit.
Wir behandeln dieses Mal ein Tabuthema das nicht nur Frauen in den Wechseljahren betrifft. Auch Stress, hormonelle Veränderungen, Medikamente oder Stillzeit können dazu führen, dass die natürliche Feuchtigkeit der Vaginalschleimhaut abnimmt. Beschwerden wie Brennen oder Jucken oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sind die Folge.
Gute Behandlungsmöglichkeiten und richtige Intimpflege
Medizinische Beratung ist unverzichtbar, denn es gibt auch gute Behandlungsmöglichkeiten. Wichtig ist vor allem die richtige Intimpflege. Aggressive Seifen oder falsche Reinigungsprodukte können die Schleimhaut zusätzlich reizen. Deshalb empfiehlt sich eine besonders sanfte Pflege, die möglichst frei von Duftstoffen und an den pH-Wert der Vaginalschleimhaut angepasst ist.
Ein beliebter Inhaltsstoff ist Aloe Vera. Gerne wird sie auch als Hausmittel gegen Sonnenbrand verwendet, weil sie Feuchtigkeit spendet. Die Wüstenpflanze besteht nämlich zu 99 Prozent aus Wasser.
05.05.2026 - Magnesium ist nicht gleich Magnesium
Wenn Sie gerne zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen, dann war Magnesium sicher schon dabei. Es ist beliebt und es gibt am Markt eine riesige Auswahl an Magnesiumverbindungen. Wie findet man das Richtige? Wann ist die Einnahme sinnvoll? Und: Was kann es?
Magnesium ist wichtig für die Muskelfunktion, das Nervensystem und den Energiestoffwechsel. Grundsätzlich nimmt man es über die Nahrung auf. Enthalten ist es zum Beispiel in Sonnenblumenkernen, Leinsamen, weißen Bohnen, Linsen, Haferflocken oder auch Milch. Bei hohem Stress, sportlicher Belastung oder einseitiger Ernährung kann eine Ergänzung sinnvoll sein.
Was ist bei der Einnahme zu beachten?
Nicht alle Magnesiumarten sind gleich. Entscheidend ist auch in diesem Fall die Verträglichkeit und wie gut es der Körper aufnehmen kann. Magnesium-Citrat und -Bisglycinat werden zum Beispiel gut und schnell aufgenommen. Magnesium-Bisglycinat gilt außerdem als gut verträglich bei einem empfindlichen Magen.
Wie immer gilt: Mit der Dosierung aufpassen!
Sehr wichtig ist auch in diesem Fall die Dosierung. Eine Überdosierung merkt man schnell an Durchfall oder Magen-Darm-Beschwerden. Dann heißt es, gleich darauf zu reagieren.
28.04.2026 - Flohsamenschalen für eine gute Verdauung
Flohsamenschalen liegen derzeit stark im Trend. Sie eignen sich besonders gut für die Darmreinigung und können sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall helfen. Wichtig ist die richtige Dosierung.
Flohsamenschalen bestehen zum Großteil aus Ballaststoffen und können ein Vielfaches ihres Gewichts an Flüssigkeit binden. Da sie sich im Darm stark ausdehnen können, regen sie den Stuhlgang an. Gleichzeitig bilden sie Schleim, der wie ein Schmiermittel wirkt und für einen guten „Abtransport“ sorgt.
Auf die Dosierung achten
Da Flohsamenschalen stark aufquellen, ist die richtige Dosierung wichtig. Eine zu hohe Dosierung kann zu Bauchschmerzen, Blähungen oder Verstopfung führen. Am besten nimmt man ein bis maximal drei Teelöffel pro Tag, die man in einem großen Glas Wasser verrührt und schnell trinkt. Die Mischung wird nämlich schnell zu einer schleimigen Masse. Alternativ können Kapseln eingenommen oder die Flohsamenschalen in Joghurt vorgequollen werden. Flohsamenschalen sollten nicht gemeinsam mit Medikamenten eingenommen werden.
21.04.2026 - Eukalyptusöl: Bei Erkältung frei Durchatmen
Erkältungen haben leider immer Saison. Falls es Sie erwischt hat, gibt es eine altbewährte Heilpflanze, die Linderung verschaffen soll: Eukalyptus, genauer gesagt ätherisches Eukalyptusöl. Es hat einen Bestandteil mit schleimlösenden, hustenreizlindernd und entzündungshemmenden Eigenschaften.
Darum kann Eukalyptus die Behandlung von Erkältungs- und Atemwegserkrankungen unterstützen. Am bekanntesten ist die Erkältungssalbe mit Eukalyptusöl. Sie gibt es fertig zu kaufen, sie ist aber auch einfach in der Zubereitung.
Rezepte für Salbe und Erkältungsbad
Für die Salbe nimmt man eine fette Salbengrundlage. Auf 100 Gramm Salbe kommen dann 10 Tropfen Eukalyptusöl. Diese Mischung trägt man direkt auf Brust und Rücken auf. Das ätherische Öl wird über die Haut und die Atemwege aufgenommen und wirkt wohltuend. Aber VORSICHT: Kinder oder Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen sollten auf die Verwendung ätherischer Öle verzichten.
Alternativ kann man sich auch ein Erkältungsbad gönnen. Dafür mischt man 10 Tropfen ätherisches Eukalyptusöl mit 100 Milliliter Schlagobers und setzt es dem warmen Badewasser zu. 20 Minuten Zeit in der Badewanne sind ausreichend.
14.04.2026 - Gesunde Zähne, gesunder Körper
Gesunde Zähne stehen für ein attraktives Äußeres. Sie spielen aber auch eine entscheidende Rolle für die Gesundheit. Wie alles zusammenhängt, die Rolle eines Zungenschabers und welche Mischung man für das Mundwasser braucht, erfahren Sie von unserem „Gesund in Salzburg“-Team Sonja Gaube und Valerie Gros.
Entzündliche Zahnerkrankungen können den gesamten Organismus schwächen, indem sie die Verdauung und das Immunsystem ungünstig beeinflussen. Aber auch Zahnfleischschwund, Karies oder Schmerzen sind nicht zu unterschätzen. Häufige Ursache ist Zahnbelag durch zuckerhaltige Nahrung und mangelnde Mundhygiene.
Was ist zu tun?
Absolutes Minimum ist zwei Mal täglich Zähneputzen und einmal täglich Zahnseide verwenden. Alles Weitere ist ein Bonus: Hilfreich sind zum Beispiel Zungenschaber, um Bakterien und Belag zu entfernen, und ein Mundwasser, um Zwischenräume zu reinigen.
Mundwasser rasch selbst zubereitet
Das Mundwasser kann auch bei akuten Entzündungen helfen. Dazu braucht es ätherische Öle, die Bakterien, Viren, Pilze und Entzündungen bremsen können. Ein einfaches Rezept besteht aus Nelkenblüten-, Pfefferminz, Salbei- und Teebaumöl. Alle mischen. Zehn Tropfen davon mit Wasser verdünnen und täglich damit spülen.
Mischung für Mundwasser:
35 Tropfen Nelkenblütenöl
35 Tropfen Pfefferminzöl
20 Tropfen Salbeiöl
20 Tropfen Teebaumöl
07.04.2026 - Unkraut mit Heilkraft: Die Brennessel
Die Brennessel ist eine wertvolle heimische Heilpflanze – obwohl als Unkraut verschrien. Unser „Gesund in Salzburg“-Team ist auch überzeugt, dass sie Männer zu genussvollen Salatessern macht. Warum? Für Sie zum Nachlesen inklusive Rezept für einen Brennessel-Sirup.
Die Brennnessel enthält Eisen, ist reich an Mineralstoffen wie Kieselsäure und bringt mit Kalium und Kalzium zwei besonders entwässernde Wirkstoffe mit. Darum wird sie gerne bei Harnwegsinfekten oder zur Entschlackung eingesetzt. Außerdem haben Brennnesseln entzündungshemmende und stoffwechselanregende Eigenschaften.
Spezielle Empfehlung für Männer
Man kann alle Pflanzenteile der Brennessel verwenden. Für Männer gibt es dazu eine spezielle Empfehlung: Im Herbst entwickeln Brennnesseln kleine Früchte mit Samen und die gelten als natürliches Aphrodisiakum. Die Samen haben einen nussigen Geschmack und passen gut als Topping auf einen Salat.
Tee und Sirup
Die klassische Rezeptvariante ist ein Tee aus den getrockneten Blättern. Wer einmal etwas anderes ausprobieren möchte, kann einen Brennnessel-Sirup vorbereiten. Die Zubereitung ist einfach – wir haben das Rezept für Sie online und wünschen gutes Gelingen.
Rezept für Brennessel-Sirup
Brennnesselblätter und -stängel sauber waschen und in ein Weckglas (1 Liter) füllen. Mit 20 g Zitronensäure bestreuen und mit gut 500 ml Wasser aufgießen, eine Zitronenscheibe dazu geben, abdecken und so 48 Stunden stehen lassen.
Durch ein Tuch abseihen und mit 1/2 kg Zucker vermischen. Zucker so lange rühren bis er sich völlig aufgelöst hat und dann in dunkle Flaschen abfüllen. Im Frühjahr täglich davon 1 bis 2 Gläser am Vormittag getrunken, wirkt entschlackend, entwässernd, reinigend und Stoffwechsel anregend.
31.03.2026 - Gesunde Osterjause mit Bärlauch
Eine Frühlingsküche ohne Bärlauch ist für viele unvorstellbar. Man findet die zarten, grünen Blätter überall und er ist nicht nur ein kulinarisches, sondern auch ein gesundheitliches Highlight. Aber VORSICHT: Beim Sammeln von Bärlauch droht Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen wie Herbstzeitlose oder Maiglöckchen.
Bärlauch ist reich an Vitamin C, enthält Eisen, Magnesium und Kalium. Sein wichtigster Wirkstoff ist aber Allicin. Das ist eine schwefelhaltige Verbindung, die für den typischen, knoblauchartigen Geruch sorgt. Allicin gilt als natürliches Antibiotikum, stärkt Herz, Kreislauf und das Immunsystem.
Das Besondere ist, dass man es ist nicht von Vornherein riechen kann. Allicin wird erst durch eine chemische Reaktion beim Schneiden oder Zerdrücken freigesetzt. Der Ostertipp von unserem „Gesund in Salzburg“-Team dieses Jahr: Genießen Sie die Ostereier oder das Butterbrot mit selbstgemachten Bärlauch-Salz.
Rezept für Bärlauch-Salz
50 g Bärlauch schneiden und mit 125 g grobem Meersalz im Mörser fein zerreiben. Alternativ geht auch der Stabmixer oder die Küchenmaschine. Das Salz auf ein Bachblech ausbreiten und an einem luftigen warmen Ort trocknen lassen – mindestens acht Stunden.
Schneller geht es im Backrohr bei nicht mehr als 50 Grad – mehrfach umrühren inklusive. Das dauert dann ca. vier Stunden. Achtung: Bei zu großer Hitze verliert Bärlauch viel von seinem Geschmack. Das trockene Salz dann in eine Gewürzmühle oder ein Schraubglas füllen. Es hält – trocken und dunkel gelagert – bis zu einem Jahr.
Warnhinweis!
Vorsicht: Beim Sammeln von Bärlauch droht Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen wie Herbstzeitlose oder Maiglöckchen.
24.03.2026 - Alant bei Hustenbeschwerden
Das „Gesund in Salzburg“-Team widmet sich diesmal der Heilpflanze Alant. Der Riese unter den Heilpflanzen kann bis zu zwei Meter hoch werden und speziell bei Atemwegsinfekten für eine hustenreizstillende und schleimlösende Wirkung sorgen. Er enthält viele ätherische Öle, Bitter- und Schleimstoffe.
Die Alantwurzel kann aber auch bei Appetitlosigkeit, Blähungen oder Völlegefühl verwendet werden, zum Beispiel als Tee. Dazu einen Teelöffel der Alantwurzel mit 250 Milliliter kochendem Wasser übergießen, maximal zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und dreimal täglich trinken. Wer den bitteren Geschmack nicht mag, kann den Tee mit Honig süßen oder zu fertigen Tropfen greifen. Da aber gerade die Bitterstoffe den Alant so gesund machen, empfiehlt Apothekerin Sonja Gaube die Alantwurzel zumindest einmal zu probieren.
Schwangere und Korbblütler-Allergiker sollten auf Alant verzichten.
17.03.2026 - Hautgesundheit im Frühling
Der Frühling naht mit großen Schritten. Damit verändert sich nicht nur die Natur, sondern auch unsere Haut. Sie hat wieder andere Bedürfnisse als im Winter: Margarete Olesko und Valerie Gros stellen sich mit ihren Tipps schon darauf ein.
Die Haut hat es mit anderen Temperaturen und intensiverer UV-Strahlung zu tun. Das macht Sonnenschutz umso wichtiger. Außerdem kann die Hautbarriere noch durch trockenen Heizungsluft geschwächt sein und zu Unreinheiten neigen. Zedernöl kann in diesem Fall zum Beispiel helfen. Es wirkt antibakteriell und beruhigend.
Anwendung von Zedernöl
Einfach einen Tropfen des ätherischen Öls in eine Portion Feuchtigkeitscreme mischen und jeweils morgens und abends auftragen. Alternativ kann man ein sogenanntes Mazerat der Zeder ausprobieren. Das ist ein pflanzlicher Auszug aus den jungen Trieben, der mehrmals täglich in Tropfenform eingenommen wird.
Pflege ist das eine, …
… Ernährung das andere – denn Ernährung ist die Basis für gesunde Haut. Frisches Gemüse, hochwertige Fette, Nüsse, Samen und genügend Flüssigkeit sind im Frühling besonders wichtig. Nicht zu unterschätzen ist auch der Schönheitsschlaf. Und den wünscht Ihnen allen unser „Gesund in Salzburg“-Team.
10.03.2026 - Tipps gegen „Frühjahrsmüdigkeit“
Während viele die milderen Temperaturen, die stärkere Sonne und die länger werdenden Tage genießen und davon Energie bekommen, fühlen sich andere in dieser Zeit einfach nur müde. Das „Gesund in Salzburg“-Team widmet sich aktuell der Frühjahrsmüdigkeit und klärt, woher sie kommt und was man dagegen tun kann.
Im Frühling stellt sich der Körper um, Hormonhaushalt, Stoffwechsel und Schlafrhythmus verändern sich. Dazu kommt, dass nach dem Winter oftmals die Nährstoffspeicher nicht optimal gefüllt sind. Das kann belasten, müde und antriebslos machen.
B-Vitamine sind jetzt umso wichtiger
Insgesamt gibt es acht essenzielle B-Vitamine. Sie sind für unterschiedliche Funktionen im Körper zuständig. Sie unterstützen die Nerven, Psyche sowie Blutbildung und kurbeln den Energiestoffwechsel an. Vor allem gestresste Menschen, ältere Personen oder Vegetarier haben oft einen erhöhten Bedarf.
Um der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit vorzubeugen, sollte man außerdem auf eine ausgewogene Ernährung achten, sich regelmäßig im Tageslicht bewegen, ausreichend schlafen und, wenn nötig, Nahrungsergänzungsmittel gezielt einsetzen.
03.03.2026 - Frauengesundheit: Wie wichtig ist Eisen?
Am Sonntag, 8. März ist Weltfrauentag. Den nimmt unser „Gesund in Salzburg“-Team zum Anlass, um Frauen in den Mittelpunkt zu rücken und über ein essenzielles Spurenelement zu sprechen, das in Hülsenfrüchten, grünem Blattgemüse, aber auch rotem Fleisch enthalten ist: Das Eisen.
Eisen sorgt für den Sauerstoff-Transport durch unseren Körper. Außerdem ist es wichtig für das Immunsystem. Ein Eisen-Mangel führt zu Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsproblemen oder Blässe. Frauen sind häufiger von einem Mangel betroffen als Männer.
Warum ist das so?
Frauen haben in unterschiedlichen Lebensphasen einen erhöhten Bedarf. Etwa durch den Blutverlust während der Menstruation oder in der Schwangerschaft durch das Wachstum des Kindes. Außerdem gibt es Hinweise, dass Frauen nach den Wechseljahren Eisen weniger effizient aufnehmen als zuvor.
Gezielte Einnahme
Trotzdem sollte eine Frau Eisen nicht auf Verdacht einnehmen! Besser ist es, das Spurenelement – angepasst an die Lebensphase und den individuellen Bedarf – gezielt einzunehmen.
24.02.2026 - Pollensaison: Was Allergiker tun können
Eigentlich verbindet man es erst mit dem Frühlingsbeginn, aber die Pollensaison hat bereits begonnen – mit Hasel und Erle. Darum will sich unser „Gesund in Salzburg“-Team anschauen, was Allergikerinnen und Allergiker jetzt schon tun können.
Wichtig ist auf jeden Fall: Wer um seine Allergie weiß, sollte sich frühzeitig mit geeigneten Medikamenten eindecken. Das können antiallergische Nasensprays sein, Augentropfen oder moderne Antihistaminika – die übrigens nicht mehr, wie früher, müde machen. Was alles hilft, muss man allerdings vorher mit Arzt, Ärztin oder in der Apotheke abklären.
Was kann man noch alles tun?
Apothekerin Margarete Olesko meint dazu: Den Pollenflugkalender beachten, am Abend Haare waschen, morgens oder nach Regen lüften, Nasenspülungen mit Salzlösung. Das sind Kleinigkeiten, aber sie reduzieren die Pollenbelastung deutlich.
Wie kommt es überhaupt zu einer Allergie?
Das Immunsystem stuft harmlose Stoffe fälschlicherweise als Gefahr ein. Deshalb schüttet der Körper Histamine aus und regiert mit den typischen Symptomen wie Niesen, Schnupfen, juckende Augen usw.
Ganz wichtig: Diese Symptome bitte nicht ignorieren. Denn unbehandelte Allergien können sich ausweiten – etwa von Heuschnupfen zu allergischem Asthma.
17.02.2026 - Entgiften mit Artischocke und Löwenzahn
Noch wird gefeiert am Faschingsdienstag, am 18. Februar beginnt mit dem Aschermittwoch dann die Fastenzeit. Denken Sie auch über eine digitale Auszeit nach – oder auf Süßes, Fleisch oder Alkohol zu verzichten? Ideen zum Leber entgiften liefert dazu unser „Gesund in Salzburg“-Team.
Als zentrales Stoffwechselorgan baut die Leber Alkohol oder Schadstoffe ab, verarbeitet Medikamente. Aber sie meldet sich leider oft erst spät, wenn sie bereits überlastet ist. Gerade in der Fastenzeit ist es daher sinnvoll, der Leber etwas Gutes zu tun.
Detox für die Fastenzeit
Es reichen schon kleine Veränderungen, es braucht keine radikale Kur. Vorschläge von unserem Team sind zum Beispiel Alkoholpausen einlegen, Zucker reduzieren, regelmäßig bewegen, viel Wasser trinken: All das macht schon viel aus!
Mit Heilpflanzen nachhelfen
Die Artischocke fördert die Gallenbildung, unterstützt die Fettverdauung und entlastet damit die Leber. Wer den Geschmack nicht mag, kann zu Kapseln oder Tonika greifen. Ähnliches gilt für den Löwenzahn. Seine „Superkraft“ sind die Bitterstoffe. Von der Wurzel bis zur Blüte kann man alle Pflanzenteile nutzen, zum Beispiel für einen Tee.
10.02.2026 - Sauer macht lustig?
Am 17. Februar ist Faschingsdienstag. Für unser „Gesund in Salzburg“- Team Sonja Gaube und Valerie Gros steht in der Sendung dieses Mal die Zitrone im Mittelpunkt – denn sauer macht angeblich lustig. Apothekerin Gaube dazu: „Sauer macht gesund, das würde viel besser passen.“
Der Saft der Zitrone enthält reichlich Vitamin C. Das stärkt das Immunsystem und wirkt entzündungshemmend. Zitronensaft regt außerdem die Verdauung an und entsäuert – obwohl das überraschend klingt. Denn, obwohl Zitronensaft sauer schmeckt, kann ihn unser Organismus so umwandeln, dass nur die basischen Mineralstoffe übrigbleiben.
Schnelle Zubereitung
Die Zubereitung eines Zitronenwassers passt in den engsten morgendlichen Zeitplan: Eine halbe Frucht auspressen, mit einem Viertelliter Wasser mischen und zum Frühstück trinken. Bei beginnender Erkältung kann Zitronenwasser auch warm getrunken werden – oder als Fertigpräparat zum Auflösen.
Tipp: Die Zitronen-Drinks eignen sich übrigens auch für eine Detox- oder Entschlackungs-Kur – perfekt also für die Fastenzeit nach dem Fasching.
03.02.2026 - Bauchschmerzen bei den Kleinen – was hilft?
Kinder machen alle möglichen Erkrankungen durch – besonders häufig kommen Bauchschmerzen vor. Die Kleinen leiden, Eltern sind oftmals ratlos. Was hilft und vor allem auch: Was steckt dahinter? Und ab wann heißt es, ab zum Arzt? Informationen zum Thema von Apothekerin Sonja Gaube.
Oft haben Bauchschmerzen bei Kindern und Babys keine konkrete Ursache, das Zwicken oder Drücken ist harmlos und verschwindet von selbst. Wärmflaschen, ein Kamillentee und sanfte Massagen bewirken oft schon Wunder.
Salbe mit Lorbeeröl zum Massieren
Diese sogenannte Windsalbe wirkt gegen Blähungen, Bauchschmerzen und die bekannten Drei-Monatskoliken. Die Salbe wird mit kreisenden Bewegungen sanft in die Bauchdecke einmassiert. Wichtig: Immer im Uhrzeigersinn, also in Richtung Darmverlauf massieren.
Besuch in einer Praxis
Bei starken, anhaltenden Schmerzen, Fieber, Erbrechen, Durchfall oder Schmerzen im rechten Unterbauch sollte man nicht mehr auf Hausmittel setzen. Das könnte ein Hinweis auf eine Blinddarmentzündung sein. Dann bitte umgehend eine Kinderärztin oder – Arzt aufsuchen.