Pollenallergie
Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem übereifrig. Es kommt zu einer massiven Freisetzung von Histamin und Leukotrienen, welche zu den bekannten Symptomen wie entzündeten Augen, rinnender Nase, oft in Begleitung von heftigen Niesattacken, führen. Tatsächlich werden Allergien immer häufiger. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass Pflanzen durch vermehrte Umweltbelastungen gestresst sind und dadurch mehr Pollen mit höherem Allergengehalt abgeben. Auch übertriebene Hygiene und Antibiotika führen zur Verarmung unseres Mikrobioms. Die symptomatische, medikamentöse Therapie besteht in der Anwendung sogenannter Antihistaminika oder von verschreibungspflichtigen kortisonhaltigen Präparaten. Die neueren Antihistaminika sind nebenwirkungsarm und machen nicht mehr müde. Sie können auch lokal als Augen- und Nasentropfen angewendet werden. Ebenso kann eine Befeuchtung der Nasenschleimhaut durch Hyaluronsäure oder hypertone Salzlösungen die Symptomatik einer allergischen Rhinitis mildern. Auch alternativmedizinisch gibt es gute Optionen, beispielsweise Pflanzenextrakte von Astragalus (Tragant) und Gemmomazerate aus der Schwarzen Johannisbeere, der Hundsrose oder der Rotbuche. Mikronährstoffmäßig empfehle ich Allergikern eine Extraportion an Vitamin C, Calcium und Zink.
Apothekertipp von Dr. Sabine Peyer in der “Kronen Zeitung” 04|2026