Apothekerkammer fordert EU-Strategie gegen Lieferengpässe bei Medikamenten

Mursch-Edlmayr: „Aktuelle Misere bei COVID-19-Impfstofflieferungen unterstreicht langjährige Forderung der Apothekerkammer“

Anlässlich der jüngsten Lieferverzögerungen bei Corona-Impfstoffen erneuert die Apothekerkammer ihre Forderung an die Politik, eine konkrete Pharma-Strategie zu entwickeln, mit der die Medikamentenversorgung in der Europäischen Union gesichert werden kann. „Für das Problem der Lieferengpässe bei Rohstoffen und Arzneimitteln braucht es endlich eine nachhaltige Lösung. Schon seit Jahren fordert die Apothekerkammer von der internationalen Politik Schritte, um die Produktion und die Lagerung von Arzneimitteln fest in Europa zu verankern. Die aktuelle Misere unterstreicht diese Notwendigkeit auf dramatische Weise“, betont Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer.

Lieferengpässe kein neues Problem

Für Österreichs mehr als 6.000 Apothekerinnen und Apotheker sind derartige Lieferengpässe auch außerhalb der Coronakrise ein ständiger und ungeliebter Begleiter. Durchschnittlich zwei Stunden ihrer täglichen Arbeitszeit verbringen sie damit, vor Ort nicht erhältliche Arzneimittel für Patientinnen und Patienten zu beschaffen oder das Problem anderwärtig, etwa durch Ausweichen auf ein wirkstoffähnliches Produkt, zu lösen. „In mindestens 95 Prozent der Fälle gelingt uns dies, aber die Coronakrise hat das Problem vergrößert. Der Grat zwischen Lieferengpass und Versorgungsengpass wird immer schmaler“, warnt Mursch-Edlmayr. Die Corona-Pandemie generell und die aktuellen Impfstoff-Lieferprobleme im Speziellen zeigten sehr deutlich, dass es ein international koordiniertes Vorgehen brauche, um Herausforderungen wie jener der Lieferengpässe bei Arzneimitteln und Medizinprodukten zu begegnen.

OTS-Aussendung der Österrreichischen Apothekerkammer vom 27. Jänner 2021

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