Nachwuchsförderung im Apothekerlabor: Eine Masterarbeit als Beitrag zur Arzneimittelqualität
Das Chemisch-Pharmazeutische Laboratorium der Österreichischen Apothekerkammer (Apothekerlabor) ist ein kompetenter Dienstleister für die Apotheken sowie ein zuverlässiger Partner der akademischen Forschung und der pharmazeutischen Industrie. Und es ist ein Ort, der angehenden Pharmazeut:innen regelmäßig die Möglichkeit bietet, mit modernster Technik Forschung für ihre Abschlussarbeiten zu betreiben.
Das Chemisch-Pharmazeutische Laboratorium der Österreichischen Apothekerkammer (Apothekerlabor) ist ein kompetenter Dienstleister für die Apotheken sowie ein zuverlässiger Partner der akademischen Forschung und der pharmazeutischen Industrie. Und es ist ein Ort, der angehenden Pharmazeut:innen regelmäßig die Möglichkeit bietet, mit modernster Technik Forschung für ihre Abschlussarbeiten zu betreiben.
„Für den praktischen Teil meiner Masterarbeit habe ich eine analytische Methode entwickelt, mit der man den Wirkstoff und dessen Abbausubstanzen in einer vaginalen Creme zur Linderung von perimenopausalen lokalen Beschwerden wie Brennen oder Juckreiz bestimmen kann“, berichtet Anna Koch. Bei der Entwicklung dieser Creme kooperieren die Medizinische Universität Wien, die Pharmazeutische Fakultät der Universität Wien, eine Wiener Apotheke mit GMP-zertifizierter Herstellung und das Apothekerlabor.
Acht Monate hat die Pharmazie-Studentin aus Niederösterreich im Apothekerlabor verbracht, um unter Mithilfe der Labor-Mitarbeiter:innen an der neuen Methode zu feilen und eine Vielzahl an Proben mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) in ihre Bestandteile zu trennen. „Cremes und Salben sind megakomplex und es ist daher schwierig, so viele Bestandteile zu entfernen, dass der Wirkstoff genau bestimmt werden kann“, erklärt Koch.
Die mühsame Vorarbeit im Labor soll in naher Zukunft zu einer sicheren und wirksamen Anwendung der Creme als durchblutungsfördernde und schleimhautstärkende Alternative zu hormonhaltigen Arzneimitteln beitragen. Denn über den mehrwöchigen Anwendungszeitraum hinweg sollte die Wirkstoffkonzentration der Creme möglichst stabil bleiben und Abbauprodukte dürfen nur in geringem Ausmaß vorhanden sein. Um entsprechende Stabilitätsdaten, die wiederum Voraussetzung für eine klinische Studie sind, gewinnen zu können, bedarf es einer Analysemethode, wie sie Anna Koch entwickelt hat.
Für die 28-Jährige hat sich die lehrreiche Zeit im Apothekerlabor gelohnt – ihre Masterarbeit wurde mit der Bestnote bewertet und sie durfte Erfahrung mit ansonsten schwer zugänglichen Gerätschaften sammeln. Der nächste Schritt weist ebenfalls in die richtige Richtung: Am 1. August wird sie das Aspirantenjahr in einer Apotheke in Bad Aussee beginnen.