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Krankenkassenausgaben

Die Gesamteinnahmen der Krankenversicherungsträger im Jahr 2019 betrugen 19,997 Mrd. €, die Gesamtausgaben 20,115 Mrd. €. Der Verlust betrug demnach 118 Mio. €. Die Einnahmen sind um 3,3% und die Ausgaben um 4,8% gegenüber 2017 gestiegen.

Eine Aufgliederung der Ausgaben macht deutlich, dass 2019 für Heilmittel nur 18,5% (d.s. 3,73 Mrd. €) von den Gesamtausgaben der Krankenkassen verwendet wurden.

Darin sind die Ausgaben für Heilmittel, die über ärztliche Hausapotheken abgegeben werden (402 Mio. €), und die Mehrwertsteuer enthalten. Die Rezeptgebühren in Höhe von insgesamt 424 Mio. € sind ebenfalls noch nicht abgezogen.

Das bedeutet, ohne Mehrwertsteuer, ohne ärztliche Hausapotheken und unter Abzug des Selbstbehaltes der Versicherten (= Rezeptgebühr) wurden daher 13,1% (= 2,64 Mrd. €) der Ausgaben der Krankenversicherungsträger für Arzneimittel, die über öffentliche Apotheken abgegeben werden, aufgewendet.

Aufgliederung der Ausgaben

Stand 2019   in Mrd. € Anteil in %
Ärztliche Hilfe   6,123 30,4
Apothekenleistung   0,441 2,2
Anstaltspflege   5,721 28,4
Verwaltungsaufwand   0,525 2,6
Arzneimittel inkl. MwSt   3,731 18,5
Mehrwertsteuer   0,334 1,7
Arzneimittel exkl. MwSt.   3,397 16,9
davon Wertschöpfung:   öffentliche Apotheken 0,441 2,2
  ärztliche Hausapotheken 0,061 0,3
  sonstiger Bezug 0,010 0,1
  Großhandel 0,178 0,9
  Industrie 2,707 13,5
Heilbehelfe   0,315 1,6
Sonstige Ausgaben   3,701 18,4
Ausgaben gesamt   20,115 100,0

Den größten Anteil der Krankenversicherungsausgaben weisen die Ausgaben für Ärzte mit 30,4% auf, gefolgt von den Ausgaben für Anstaltspflege mit 28,4%.

Die Kosten der Krankenkassen für Arzneimittel können nicht mit den Kosten für die Apothekenleistung gleichgesetzt werden. In diesen Kosten macht der Anteil der Apotheken nur einen geringen Teil aus. Enthalten sind darin außerdem die Kosten für die Industrie, den pharmazeutischen Großhandel, die ärztlichen Hausapotheken sowie den sonstigen Bezug und die Mehrwertsteuer.

Aufwand für die Apothekenleistung

Betrachtet man nur die öffentlichen Apotheken, so beträgt der Anteil der Arzneimittel (ohne Rezeptgebühren und Mehrwersteuer), die über öffentliche Apotheken auf Kosten der Krankenkassen vertrieben werden, lediglich 13,1% der Ausgaben der Krankenversicherungsträger.

Die Apotheken entrichten - im Gegensatz zu internationalen Apothekenketten - ihre Abgaben und Steuern im Inland und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung des Standortes Österreich.

Entwicklung Apothekenleistung

Die Apothekenleistung – die den Apotheken zurechenbaren Kosten an den Krankenkassenausgaben – ist in den Jahren seit 2010 praktisch nicht gestiegen. Die Einnahmen der Krankenkassen hingegen sind im Vergleichszeitraum um rd. 37% auf 19.997 Mio. € gestiegen. Durch die Nichtvalorisierung der Apothekenleistung haben die österreichischen Apothekerinnen und Apotheker massiv zur Entschuldung der Krankenkassen beigetragen. Weitere Einsparungen sind den Apotheken ohne Einschränkungen der derzeitigen Leistungen nicht mehr möglich.

Die Vergütung der Apothekenleistung im Krankenkassenbereich wurde in den letzten Jahren nicht ausreichend valorisiert und ist real sogar gesunken. Die apothekerliche Leistung ist dadurch bedroht.

Entwicklung der Apothekenleistung im Krankenkassenbereich