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Erste Abschlussfeier des Masterprogramms „Klinische Pharmazie“: Meilenstein für die pharmazeutische Versorgung in Österreich

Die ersten Absolvent:innen des Masterprogramms „Klinische Pharmazie“. (Foto: © Universität Wien/ Frank Helmrich)

Gemeinsam mit dem Postgraduate Center der Universität Wien hat die Apothekerkammer die erste Kohorte des berufsbegleitenden Masterprogramms „Klinische Pharmazie“ feierlich verabschiedet. Die Absolvent:innen stärken mit ihrer klinisch-pharmazeutischen Expertise die patientenorientierte Versorgung in Apotheken und Spitalsapotheken ebenso wie in interprofessionellen Versorgungsteams.

„Mit dem Masterprogramm ‚Klinische Pharmazie‘ setzen wir einen klaren Qualitätsmaßstab für die pharmazeutische Weiterbildung in Österreich. Das hohe Interesse an unserem Programm zeigt, wie groß die Bereitschaft im Berufsstand ist, Verantwortung in der direkten Patientenbetreuung zu übernehmen“, betont Prof. Dr. Gerhard Ecker, wissenschaftlicher Leiter des Masterprogramms.

Die enge Zusammenarbeit zwischen der Österreichischen Apothekerkammer und dem Postgraduate Center war von Beginn an zentraler Erfolgsfaktor: Inhalte wurden praxisnah und wissenschaftlich fundiert entwickelt, Lehrende aus Universitäten, Kliniken und Praxis eingebunden und die Vereinbarkeit mit der Berufstätigkeit sichergestellt. „Die Kooperation hat eine Brücke zwischen Versorgungspraxis und akademischer Exzellenz geschaffen. Unsere frisch Graduierten bringen genau jene Kompetenzen mit, die es für Medikationsmanagement, Arzneimitteltherapiesicherheit und evidenzbasierte Beratung braucht. Gerade bei älteren Menschen, chronisch Kranken oder Patienten mit mehreren Arzneimitteln hilft die klinische Pharmazie dabei, Wechselwirkungen zu vermeiden, Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen und Therapien zu optimieren. Das verbessert nicht nur die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten, sondern entlastet auch Ärztinnen, Ärzte und das gesamte Gesundheitssystem. Klinische Pharmazie bedeutet deshalb höhere Arzneimittelsicherheit, größeren Therapieerfolg und eine bessere Versorgung für alle“, so Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi, Mitglied des Präsidiums und Vizepräsidentin der Landesgeschäftsstelle Wien der Österreichischen Apothekerkammer.

Mag. Susanne Ergott-Badawi, Mitglied des Präsidiums der Apothekerkammer, beglückwünschte die Absolvent:innen in ihrer Rede. (Foto: © Universität Wien/ Frank Helmrich)

Praxisrelevante Schwerpunkte für die Versorgung:

  • Klinisch-pharmazeutische Entscheidungsfindung und Fallarbeit
  • Medikationsanalyse, Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) und Pharmakovigilanz
  • Interprofessionelle Kommunikation und Zusammenarbeit mit Ärztinnen/Ärzten und Pflege
  • Therapieoptimierung bei Multimorbidität, Polypharmazie und in besonderen Patientengruppen
  • Evidenzbasierte Pharmazie, klinische Studien und Health Literacy
  • Digitalisierung in der Versorgung, inklusive e-Medikation und dokumentationsgestützte Prozesse

Die Absolven:tinnen werden ihre Kompetenzen in unterschiedlichen Versorgungssettings einsetzen: von der strukturierten Medikationsanalyse in der Apotheke über klinisch-pharmazeutische Visiten im Krankenhaus bis hin zu Projekten zur Qualitätssicherung und Arzneimitteltherapiesicherheit. Damit leisten sie einen messbaren Beitrag zu Patientensicherheit, Therapieadhärenz und Outcome-orientierter Versorgung.

(Foto: © Universität Wien/ Frank Helmrich)

Über das Masterprogramm „Klinische Pharmazie“

Das berufsbegleitende Masterprogramm richtet sich an Apotheker:innen, die ihre klinisch-pharmazeutischen Kompetenzen ausbauen und evidenzbasierte Patientenversorgung in Praxis und Klinik gestalten möchten. Das Curriculum verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit praxisnahen Anwendungen, fallbasierten Lehrformaten und interprofessionellen Elementen. Informationen zu Aufbau, Zulassung, Curriculum und Terminen finden Sie online: www.postgraduatecenter.at/klinischepharmazie