Unsere Fernseh-Apothekerinnen

Die TV-Illustrierte "Studio 2"(ORF 2, Montag bis Freitag ORF 2 ab 17.30 Uhr) beleuchtet Hintergründe zu aktuellen Ereignissen und präsentiert Tipps für ein besseres und schöneres Leben. Jede Woche am Mittwoch sind die Gesundheitstipps unserer beiden Fernsehapothekerinnen Mag. pharm. Sonja Burghard und Mag. pharm. Irina Schwabegger-Wager Fixpunkt in der Sendung. Sie erklären Gesundheitsthemen aus der Sicht von Apothekerinnen und informieren über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen von Arzneimitteln, wie man Hausmittel und Heilpflanzen richtig anwendet, über Selbstmedikation und vieles mehr.

Mag. pharm. Sonja Burghard

Die Niederösterreicherin steht seit fast 20 Jahren begeistert im Beruf als Apothekerin an der Tara. Ihr Wissen gibt sie täglich in einer öffentlichen Apotheke südlich von Wien in unzähligen Kundengesprächen weiter - und seit Ende 2010 auch im ORF als Fernsehapothekerin. Mehr als 280 Mal erklärte sie schon aktuelle Gesundheitsthemen. Sie liebt es, in der Livesendung in jeweils fünf Minuten die Kompetenz der Apothekerinnen und Apotheker als Arzneimittelspezialisten unter Beweis zu stellen - manchmal auch mit viel Mut zu Improvisation und Stegreif.

"Es ist schön, mit Wissen ein breites Publikum zu erreichen, mit Gesundheitsmythen aufzuräumen und zu vermitteln, dass jede und jeder in der nächsten Apotheke immer vertrauensvoll Hilfe findet."

Mag. pharm. Irina Schwabegger-Wager

Die gebürtige Linzerin ist seit 1994 hauptberuflich Apothekerin im nördlichen Weinviertel. Seit dem Sommer 2013 macht sie den Fernsehzuseherinnen und -zusehern komplexe pharmakologische Themen verständlich. Am liebsten gibt sie Tipps zum richtigen Umgang mit Arzneimitteln und stellt Heilpflanzen vor. Gern erzählt  sie auch Anekdoten mit Apothekenbezug, etwa über "Giftmörderinnen", die sich die toxische Wirkung von Arzneipflanzen zunutze machten.

"Es macht mir sehr viel Freude, den Menschen näher zu bringen, was Apothekerinnen und Apotheker alles können und vor allem, dass wir immer für sie da sind - besonders in Not- und Krisenzeiten."

Sendungen vom Jänner 2021

Schlehdorn - 13. Jänner 2021 Der Schlehdorn ist ein Kraut, das für vieles gewachsen. Für die Pharmazie sind vor allem die Blüten relevant. Die wesentlichen Inhaltsstoffe sind einerseits die Gerbstoffe, die einen zusammenziehenden Effekt haben auf die Schleimhäute, und andererseits Flavonoide, die entzündungshemmend wirken. Die Gerbstoffe werden für Spülungen in Form von Tees bei entzündeten Schleimhäuten im Mund- und Rachenbereich angewendet.

Sendungen vom Dezember 2020

Kalte Hände - 16. Dezember 2020 Ein Thema, das im ersten Moment harmlos klingt, aber viele betrifft, sind kalte Hände. Kalte Hände sind eigentlich eine Schutzfunktion des Körpers; wenn es sehr kalt ist draußen, möchte er Wärme sparen. Frauen leiden tendenziell mehr darunter als Männer. Gefährlich kann es werden, wenn man plötzlich einseitige Beschwerden hat, denn das kann auf eine akute Durchblutungsstörung hindeuten und muss sofort ärztlich abgeklärt werden. Ansonsten gibt es eine Vielzahl von Ursachen und Auslösern für kalte Hände, erklärt Apothekerin Mag. pharm. Irina Schwabegger-Wager.
Wacholder - 09. Dezember 2020 Wacholderbeeren kennt man von vielen Gerichten in der Küche, aber auch vom Gin. Wacholder ist aber auch eine Heilpflanze. Im alpinen Raum kann dieser Baum 15 Meter hoch werden, meistens wird er aber nur als Strauch wahrgenommen. In der Apotheke werden die reifen, getrockneten Wacholderbeeren eingesetzt. In der Volksmedizin wird auch das Wacholderholz verwendet. Wacholder hat einerseits einen entwässernden Charakter, aber er ist auch entzündungshemmend und desinfizierend. Er hat auch einen krampflösenden Charakter. Wacholderbeeren werden für die Teezubereitung zuerst im Mörser leicht angequetscht, damit sich die Wirkstoffe gut herauslösen, erklärt Apothekerin Mag. pharm. Sonja Burghard.
Ohrenpflege - 02. Dezember 2020 Die Ohrenpflege hat ein eher vernachlässigtes Schattendasein; wer allerding sein Hörvermögen möglichst lange erhalten möchte, sollte sich aber der richtigen Pflege und dem richtigen Schutz der Ohren widmen. Schwerhörigkeit im Alter kann verschiedene Ursachen haben - einerseits, dass die Sinneszellen im Innenohr nachlassen, aber es können auch Funktionsstörungen im äußeren und im mittleren Ohr hier die Ursache von Hörproblemen sein. Die verursacht der Patient meist durch eine falsche Pflege selbst, erklärt Apothekerin Mag. pharm. Irina Schwabegger-Wager.

Sendungen vom November 2020

Hausapotheke in der Winterzeit - 25. November 2020 Es müssen nicht alle Medikamente zuhause unbedingt im Kühlschrank oder in der Tiefkühlung gelagert werden. Wo dies erforderlich ist, steht es auf der Verpackung, und bei der Abgabe in der Apotheke wird noch einmal extra darauf hingewiesen. Bei allen anderen Sachen, die bei Raumtemperatur gelagert werden sollen, kann es unter Umständen sogar ein Nachteil sein, wenn sie zu kühl gelagert werden. So können flüssige Präparate unter Umständen ausflocken. Medikamente, die nicht verwendbar sind, sollten über die Apotheke oder beim zuständigen Altstoffsammelzentrum fachgerecht entsorgt werden, empfiehlt Apothekerin Mag. pharm.Sonja Burghard.
Phytotherapie bei Gastritis und Reflux - 18. November 2020 Sodbrennen ist etwas, das schnell einmal jemand hat und was auch weit verbreitet ist. Wann es gut ist, dass man etwas pflanzlich zu sich nimmt und wofür es hilft, weiß Apothekerin Irina Schwabegger-Wager, die zu Gast im Studio ist. Beim Sodbrennen oder bei Magen- oder Oberbauchbeschwerden sei die Selbstmedikation immer dann anzeigt, wenn es kurzfristige Beschwerden seien und da können pflanzliche Arzneimittel sehr gut helfen, weil sie eine sehr gute Therapieform seien und sehr nebenwirkungsarm und durch ihr breites Wirkungsspektrum diese Probleme von unterschiedlichen Seiten her angehen, so die Apothekerin. Bei längeren Beschwerden müsse es ärztlich abgeklärt werden, aber auch dann, wenn der Arzt Medikamente verschreiben müsse, könne man Heilpflanzen auch dazuverwenden - wie Leinsamen, Käsepappel, die Kamille oder Süßholzwurzel, weiß Apothekerin Mag. pharm. Irina Schwabegger-Wager.
Medikationsanalyse - 11. November 2020 Die Lebenserwartung steigt ständig, und im Jahr 2030 wird sie bei Männern bei 81 Jahren liegen und bei Frauen bei 86 Jahren. Im Laufe eines so langen Lebens wird es auch oft notwendig, dass man regelmäßig Medikamente einnimmt. Wenn man dazu dann selber nicht mehr im Stande ist, übernehmen diese Aufgabe Angehörige oder Pflegekräfte. Es geht dabei um die Verabreichung des richtigen Medikaments in der richtigen Dosierung, zu berücksichtigen ist dabei auch der Einnahmezeitpunkt. Es geht aber auch um die Dokumentation von Parametern wie Nebenwirkungen, erklärt Apothekerin Mag. pharm.Sonja Burghard.

Sendungen vom Oktober 2020

Mundgeruch - 28. Oktober 2020 Wer zu wenig trinkt wegen des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes, merkt es selbst, wenn er oder sie unter Mundgeruch leidet. Viele vermuten, dass Mundgeruch aus Magenproblemen resultiert; in der Praxis ist allerdings die Ursache sehr selten im Magen-Darm-Trakt zu finden. Bei rund 90 Prozent ist die Ursache in der Mundhöhle selbst zu finden. Durch verminderten Speichelfluss kommt es zur organischen Zersetzung von Material, dabei entstehen flüchtige Schwefelstoffe. Eine professionelle Mundhygiene sollte mindestens zweimal im Jahr in Anspruch genommen werden, und ein ausreichend langes Zähneputzen mit der richtigen Zahnbürste, sowie das Verwenden von Zahnseide sollten selbstverständlich sein, empfiehlt Apothekerin Mag. pharm. Sonja Burghard.
Gendermedizin - 21. Oktober 2020 Die Fachrichtung, die sich mit der unterschiedlichen Wirkung von Medikamenten bei Männern und Frauen beschäftigt, nennt sich Gendermedizin. Frauen und Männer erkranken unterschiedlich, und werden auch auf unterschiedliche Art und Weise wieder gesund. Bei klinischen Medikamentenstudien dominiert das männliche Geschlecht. Frauen leiden bis zum Eineinhalbfachen mehr unter Nebenwirkungen, erklärt Apothekerin Mag. pharm. Irina Schwabegger-Wager.
Pneumokokken - 14. Oktober 2020 Neben Covid-19 ist auch ein anderes Thema sehr wichtig, nämlich Pneumokokken - eine andere Lungenkrankheit, gegen die es eine gut wirksame Impfung gibt. Dies sind Bakterien, die durch eine Tröpfcheninfektion übertragen werden. Besonders oft passiert die Übertragung von Kindern auf ältere Personen. Eine Impfung ist daher besonders empfehlenswert sowohl für ganz junge beziehungsweise ältere Menschen, aber auch all jene, die ein Risiko haben für einen schweren Verlauf, weiß Apothekerin Mag. pharm.Sonja Burghard.
Vitamin D und Covid-19 - 07. Oktober 2020 Es gibt Studien, die nahe legen, dass ältere Menschen unter anderem wegen Vitman D-Mangels einen schweren Verlauf von Covid-19 hatten. Vor allem Ärzte in Italien und Frankreich haben das beobachtet und viele alte Menschen, die jetzt in Pflegeheimen leben oder längere Zeit im Krankenhaus verbracht haben, kommen kaum an die frische Luft, können daher keine Sonne tanken und somit auch kein Vitamin D bilden, erklärt Apothekerin Mag. pharm. Irina Schwabegger-Wager.

Sendungen vom September 2020

Grippeimpfung - 30. September 2020 Kaum ein Thema spaltet die öffentliche Meinung ja so sehr wie die Grippe-Impfung. Die einen schwören darauf, die anderen sind strikt dagegen. Laut Sonja Burghard sei die Grippe-Impfung statistisch gesehen eine sehr gut verträgliche Impfung. Der Nutzen stehe weit über dem Risiko. Die Impfung wirke ein halbes Jahr. Es gibt zwei Impfstoffe für Kinder, bis zum vollendeten 14. Lebensjahr gibt es die Möglichkeit des Impfens über ein Nasenspray. Apothekerin Mag. pharm. Sonja Burghard.
Spermidin - 23. September 2020 Ein langes und gesundes Leben wünscht sich vermutlich jeder, und deshalb wird man auch immer ein bisschen hellhörig, wenn es um Anti-Aging-Mittel geht. Und da gibt es einen Stoff, über den immer etwas zu hören ist - Spermidin nämlich. Das ist ein natürlicher Stoff, der eigentlich in jedem Organismus vorkommt und für Wachstum zuständig ist, und auch dafür, dass die Körperzellen reibungslos funktionieren. Spermidin ist unter anderem in Äpfeln, Vollkornbrot, Hülsenfrüchten oder auch reifem Käse enthalten, erklärt Apothekerin Mag. pharm. Irina Schwabegger-Wager.
Baumharz - 16. September 2020 Viele Bäume bilden Harz zur Abwehr von Fraßfeinden, oder wenn eine Verletzung passiert. Weihrauch und Myrrhe sind sehr prominente Harze. Myrrhe wird etwa bei Zahnfleischentzündungen angewendet. Aus Lärchenharz wird das Lärchenterpentin gewonnen, das etwa in Salben oder Massagenölen verarbeitet wird. Es wirkt schmerzstillend bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden, weiß Apothekerin Mag. pharm. Sonja Burghard.
Honig - 09. September 2020 Honig schmeckt nicht nur gut, sondern er ist auch ein richtig gutes Heilmittel. Sogar in der Pharmazie wird er teilweise anstatt Antibiotika eingesetzt. Irina Schwabegger-Wager ist zum einen Apothekerin, aber auch Quartiergeberin für einen Bienenstock. Honig ist ein sehr widerstandsfähiges Lebensmittel; man sollte ihn dennoch kühl, dunkel und gut verschlossen lagern. Der Honig ist ein sehr altes Heilmittel, aber definitiv kein Wundermittel. In der europäischen Medizin wird er einerseits in der Hustenbehandlung verwendet, und andererseits auch schon für die Wundbehandlung, erklärt Apothekerin Mag. pharm. Irina Schwabegger-Wager.
Achillesferse - 02. September 2020 Am ganzen Körper war der griechische Held Achilles unverwundbar, außer an der Ferse, und das sollte ihm letztlich das Leben kosten. Die Ferse macht tatsächlich oft auch Probleme. Die Achillessehne stellt das Verbindungsstück zwischen Wadenmuskulatur und Ferse her, muss also das ganze Körpergewicht abfangen. Daher sollte jeder, der Sport ausübt, ausreichend aufwärmen und vordehnen, empfiehlt Apothekerin Mag. pharm. Sonja Burghard. Wenn Probleme akut werden, sprechen die meisten Patientinnen und Patienten von einem Druckschmerz. In weiterer Folge kann es zur chronischen Ausbildung kommen.