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Am 25.4. ist Welt-Malaria-Tag
 
Motto 2019: "Zero Malaria Starts with Me" - Null Malaria beginnt mit mir
 
Der Weltmalaria-Tag, der jedes Jahr am 25. April stattfindet, ist ein international anerkannter Tag, der die weltweiten Bemühungen zur Bekämpfung von Malaria hervorhebt und die erzielten Erfolge feiert. Seit dem Jahr 2000 hat die Welt historische Fortschritte gegen Malaria gemacht und Millionen von Menschenleben gerettet. Die Hälfte der Welt lebt jedoch immer noch von dieser vermeidbaren, behandelbaren Krankheit, die alle zwei Minuten ein Kind das Leben kostet.
Malaria, eine der ältesten und tödlichsten Krankheiten, zieht nach wie mehr als der Hälfte der Weltbevölkerung in Mitleidenschaft. Nach Jahren des Fortschritts ist die Zahl der Malaria-Erkrankungen weltweit zuletzt wieder angestiegen. Die Zahl stieg laut WHO von 2016 bis 2017 um mehr als zwei Millionen auf 219 Millionen Fälle an. Die Zahl der Todesfälle lag bei 435.000. 90 Prozent aller Erkrankungen ereignen sich in Afrika. Besonders betroffen sind Kinder, jedes Jahr sterben rund 250.000 junge Menschen unter fünf Jahren an Sumpffieber. Übertragen wird Malaria hauptsächlich durch Moskitos.
Was ist Malaria?
Malaria verursacht Fieber, Blutarmut und neurologische Probleme. Unbehandelt kann das Sumpffieber rasch tödlich verlaufen. Überträger der Krankheit sind in erster Linie mit Plasmoniden infizierte Anophelesmücken, die ihre Opfer vor allem nachts stechen. Durch den Stich gelangen die Erreger in die Blutbahn und vermehren sich in der Leber. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist eher selten, eine Infizierung von ungeborenen Kindern durch die Mutter ist allerdings möglich, wenn bei der Geburt die Plazenta verletzt wird.

Pilotversuch mit Impfstoff in Malawi
Ein neuer Impfstoff gibt nun Anlass zur Hoffnung. Am 23. April 2019 startete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Malawi einen ersten großen Pilotversuch, eine Impfkampagne gegen Malaria. Ziel ist es, bis 2022 rund 360.000 Kleinkinder gegen die gefährliche Krankheit zu impfen. In der Folge sollen auch Ghana und Kenia in das Programm aufgenommen werden.
Allerdings verhindert eine Immunisierung allein die Krankheit nicht automatisch, warnt Mary Hamel, Koordinatorin des Malaria-Impfprogramms der WHO. In der bisher größten klinischen Studie mit rund 15.000 Kindern konnte der Impfstoff rund 40 Prozent der Erkrankungen und etwa 30 Prozent der schweren Malariafälle verhindern.
Der Impfstoff wird in ausgewählten Gebieten mit mittlerer bis hoher Malariaübertragung durch routinemäßige Immunisierungsdienste eingesetzt. Mit dem Pilotprogramm sollen wichtige Informationen für den künftigen Einsatz des Impfstoffs gewonnen werden. Selbst wenn der Malaria-Impfstoff für Kleinkinder in Kombination mit anderen nachgewiesenen Malaria-Präventionsmaßnahmen nur teilweise wirkt, könnten Tausende von Menschenleben gerettet und die Malaria-Belastung vor allem für die am stärksten gefährdeten Kleinkinder weiter verringern.
Das Malaria-Impfstoffimplementierungsprogramm ist eine vom Land Malawi und der WHO koordinierte Initiative. Es handelt sich um eine Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsministerien in Malawi, Ghana und Kenia sowie einer Reihe von nationalen und internationalen Partnern, darunter PATH, einer gemeinnützigen Organisation, und dem Impfstoffhersteller GSK.



Quellen und weiterführende Informationen:
https://endmalaria.org/worldmalariaday
https://endmalaria.org/news/first-its-kind-malaria-vaccine-children-introduced-africa
https://www.who.int/campaigns/world-malaria-day/world-malaria-day-2019
https://www.who.int/malaria/en/