Beim Alphabet steht das A am Anfang. Bei vielen Leistungen rund um die Gesundheit ist es die Apotheke.
Österreichs Apothekerinnen und Apotheker erbringen für die Bevölkerung wichtige gesundheitliche Versorgungsleistungen – und das an 365 Tagen im Jahr. Die mehr als 1.470 rot-weiß-roten Apotheken zählen zu Recht zur kritischen Infrastruktur der Republik und zu den Einrichtungen, auf die sich die Bevölkerung auch in Krisenzeiten verlassen kann.
Im Zentrum stehen die persönliche pharmazeutische Beratung und die zuverlässige und flächendeckende Versorgung der Menschen mit hochwertigen Arzneimitteln. Das gesamte Leistungsspektrum der Apotheken ist aber noch sehr viel breiter.
Arzneimittelversorgung
Apothekerinnen und Apotheker sind die am besten ausgebildeten Expertinnen und Experten für Arzneimittel. Ihr Kompetenzbereich sind die Medikamente, ihre Zusammensetzung, Wirkungsweise, ihre Herstellung, Lagerung und Zubereitung und vor allem die richtige Anwendung. Darum wurde ihnen vom Staat die verantwortungsvolle Aufgabe übertragen, die Menschen zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Medikamenten und der dazugehörenden pharmazeutischen Beratung zu versorgen.
Pharmazeutische Beratung
Apothekerinnen und Apotheker wissen wie und wann ein Arzneimittel richtig eingenommen wird und wie hoch es zu dosieren ist. Sie beraten die Menschen über etwaige gefährliche Neben- und Wechselwirkungen. Denn Medikamente sind keine unbedenklichen Konsumgüter, sondern haben einen unmittelbaren Einfluss auf die Gesundheit und das individuelle Wohlbefinden. Das gilt für rezeptpflichtige Medikamente ebenso wie für rezeptfreie.
Sicherheit aus der Apotheke
In den österreichischen Apotheken kann man sich stets darauf verlassen, nur geprüfte, einwandfreie und sichere Originalprodukte zu erhalten, die an jedem Punkt der Produktions- und Lieferkette fachgerecht transportiert, gelagert und sorgfältig geprüft wurden. Die streng kontrollierte Beschaffung und Abgabe von Medikamenten durch die Apotheken verhindert somit, dass Fälschungen oder minderwertige Produkte in den Arzneimittelverkehr gelangen. An dem Bezug des Medikaments aus der öffentlichen Apotheke sollte daher kein Weg vorbeiführen.
Zubereitung von Medikamenten in der Apotheke
Die Apothekerschaft ist die einzige Berufsgruppe, die Arzneimittel nach individuellen Bedürfnissen, also nach Maß, anfertigen kann und darf. Diese „magistralen Zubereitungen“ erfordern großes pharmazeutisches Wissen und eine hohe handwerkliche Fertigkeit. Beides eignen sich die Apothekerinnen und Apotheker in ihrem Studium und in jahrelanger Berufspraxis an. Damit helfen sie auch, Lieferengpässe abzufedern.
Testungen und Screenings
Während der Corona-Pandemie haben die Apotheken den Menschen in ganz Österreich ermöglicht, sich in Wohnortnähe schnell, sicher und zuverlässig testen lassen zu können. Heute geht es um Screenings und Point-of-Care-Tests, mit deren Hilfe etwa Zuckerkrankheit (Diabetes), erhöhte Blutfettwerte oder ein Mangel eines bestimmten Vitamins erkannt werden können. Durch die flächendeckende Verteilung, den niederschwelligen Zugang ohne Termin und Wartezeit sind Apotheken die idealen Einrichtungen im Gesundheitswesen, um verschiedene Testungen zur Früherkennung und Gesundheitsscreenings durchzuführen.
Medikationsanalyse
Bei einer Medikationsanalyse in der Apotheke wird die Gesamtmedikation einer Patientin, eines Patienten systematisch unter die Lupe genommen. Dadurch können nicht mehr benötigte Medikamente identifiziert und potenziell gefährliche Wechselwirkungen minimiert werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: verbesserte Gesundheit, geringere Kosten, erhöhte Gesundheitskompetenz.
Impfen
Wer in die Welt hinausblickt, der weiß: Dem Impfen in der Apotheke gehört die Zukunft. Österreichs Apothekerinnen und Apotheker warten noch auf den Startschuss des Gesetzgebers, sie haben die Impfausbildung bereits absolviert und stehen zum Impfen bereit.