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Sommer, Sonne, Hitze-Tipps
 
 
Wenn das Thermometer steigt und damit nicht mehr aufzuhören scheint, dann ist Hochsommer. Was den einen freut, kann für den anderen durchaus zur gesundheitlichen Belastung werden. Besonders Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen und chronisch Kranke sind davon betroffen. Um die Auswirkungen von großer Hitze so gering wie möglich zu halten, hat das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen 2017 ein Infoblatt herausgegeben:

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Was ist ein Hitzestau?
Ein Hitzestau kann bei großer Hitze vor allem in Zusammenhang mit körperlicher Anstrengung oder dem Tragen von zu enger und zu warmer Kleidung auftreten. Dadurch ausgelöstes, starkes Schwitzen kann zu hohem Mineralstoff- und Flüssigkeitsverlust und in weiterer Folge zu Kreislaufstörungen führen. Typische Symptome eines Hitzestaus sind Schwindel, Benommenheit und Übelkeit, ein erhöhter Puls sowie eine er-höhte Körpertemperatur (bis zu 41°C).

Was tun bei Hitzestau?
Bei Auftreten von Symptomen eines Hitzestaus sollten sofort folgende Maßnahmen getroffen werden:
  • Flüssigkeit zu sich nehmen
  • kühle Umgebung aufsuchen
  • Körper mit feuchten Tüchern oder durch Duschen abkühlen
Falls diese Maßnahmen keine Besserung bewirken, sollte unbedingt die Rettung gerufen werden.


Was ist ein Hitzschlag?
Ein Hitzschlag kann die Folge eines nicht ausreichend behandelten Hitzestaus sein. Neben den Symptomen eines Hitzestaus treten typischerweise auch Kopfschmerzen, Erbrechen und Muskelkrämpfe auf. Die Körpertemperatur kann auf bis zu 43°C an-steigen.
In schweren Fällen kann es zu Verwirrtheit bis hin zu einer Bewusstseinstrübung und eventuell auch zu einer Bewusstlosigkeit kommen. Das ist dann eine sehr bedrohliche Situation, die besonders bei älteren und geschwächten Personen zu einem Versagen lebenswichtiger Organe und schließlich zum Tod führen kann.

Was tun bei Hitzschlag?
Personen, die einen Hitzschlag erlitten haben, können sich oft nicht mehr selbst helfen. Es ist ihnen daher unbedingt erste Hilfe zu leisten. Folgende Maßnahmen sind unverzüglich zu treffen:
  • betroffene Person in eine kühle Umgebung bringen
  • enge Kleidung lockern
  • feuchte Tücher auf Kopf und Körper legen
  • schluckweise mit Flüssigkeit versorgen (nur bei Bewusstsein)
  • bei Bewusstlosigkeit
    - in stabile Seitenlage bringen
    - Rettung rufen

Wie kann man hitzebedingten Gesundheitsproblemen vorbeugen?
Durch folgende Maßnahmen und Verhaltensregeln kann einem Hitzestau oder Hitzschlag relativ leicht und effektiv vorgebeugt werden:
  • Schaffen einer erträglichen Raumtemperatur
    - Lüften früh morgens, abends und möglichst auch nachts
    - Abdunkeln der Räume tagsüber (am besten mit außenliegendem Sonnenschutz)
    - Aufhängen von feuchten Tüchern zur Kühlung von Räumen
  • Tragen von leichter und luftdurchlässiger Kleidung
  • Vermeiden von unnötigen Anstrengungen
  • Meiden von dichten Menschenansammlungen
  • Aufenthalt im Freien vor allem zur Mittagszeit vermeiden; falls notwendig:
    - Aufenthalt möglichst kurz halten
    - direkte Sonneneinstrahlung auf den Körper möglichst vermeiden (Sonnenschirm oder Kopfbedeckung mit Nackenschutz verwenden, im Schatten gehen etc.)
    - Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern bedecken
  • Kühlen des Körpers
    - kühl Duschen oder Baden
    - Unterarme in kaltes Wasser halten
    - Körper mit feuchten Tüchern bedecken
    - Ventilatoren verwenden
    - klimatisierte Räume aufsuchen
  • ausreichend und aktiv Trinken (1,5 bis 3 Liter täglich und nicht erst bei Durst)

Essen und Trinken
Essen
Bei Hitzeperioden sollten keine großen Mahlzeiten eingenommen werden. Bekömmlicher sind mehrere kleine Mahlzeiten verteilt auf den ganzen Tag. Zu bevorzugen sind leicht verdauliche und fettarme Nahrungsmittel mit hohem Wassergehalt. Dazu zählen insbesondere:
  • Obst und Gemüse (Melonen, Gurken, Tomaten etc.)
  • Kompotte
  • Salate
  • fettarme Fleisch- und Gemüsesuppen
  • fettarme oder verdünnte Milch und Milchprodukte (z.B. Buttermilch mit Mineralwasser)
Fette Speisen sollten nicht, Fleisch nur in geringen Mengen konsumiert werden.

Trinken
Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist bei Hitzeperioden besonders zu achten. Typischerweise sind dies mindestens 1,5 bis 3 Liter täglich. Welche Menge jemand tatsächlich benötigt, hängt vor allem davon ab, wieviel Flüssigkeit durch Schwitzen verloren geht. Bei Erwachsenen, die anstrengende Tätigkeiten durchführen, können daher auch weitaus größere Mengen erforderlich, bei Kindern kleinere ausreichend sein.
Als Getränke eignen sich besonders:
  • Leitungs- und Mineralwasser
  • verdünnte Obst- und Gemüsesäfte
  • ungesüßte Früchte- und Kräutertees
Nicht geeignet sind stark gesüßte und alkoholische Getränke.
Bei starkem Schwitzen kann der Körper auch erhebliche Mengen an Mineralstoffen verlieren. Dieser Verlust kann durch den Konsum von mineralstoffhaltigen Getränken ausgeglichen werden. Eine andere Möglichkeit ist die Zugabe von etwas Salz zu Ge-tränken, die nur geringe Mengen an Mineralstoffen aufweisen.
Achtung: Personen mit Nieren- oder Herz-Kreislauferkrankungen sollten unbedingt ihre Ärztin/ihren Arzt hinsichtlich der geeigneten Flüssigkeitsmenge konsultieren. Dies gilt auch für Personen, die aus medizinischen Gründen die Flüssigkeitszufuhr beschränken müssen.

Was ist bei Einnahme von Arzneimitteln zu beachten?
Die Einnahme bestimmter Arzneimittel kann einen negativen Einfluss auf die Hitzeverträglichkeit haben. Insbesondere folgende Arzneimittel sind hier zu erwähnen:
  • Diuretika (Entwässerungsmittel)
  • Benzodiazepine (Schlaf verursachende und stark betäubende Mittel)
  • Sedativa (Beruhigungsmittel)
  • Betarezeptorenblocker (oft als Kombinationspräparat mit Diuretika oder anderen blutdrucksenkenden Substanzen)
Personen, die solche Arzneimittel einnehmen müssen, sollten bei Hitzeperioden un-bedingt ihre Ärztin/ihren Arzt oder eine Apothekerin/einen Apotheker konsultieren!

Quelle/Folder zum Download: sommer_sonne_hitze_info.pdf

www.apothekerkammer.at/fürsiegelesen2017