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Meldung von Aspiranten
 
 
§ Meldung von Aspiranten



Die Meldung ist zumindest eine Woche vor dem beabsichtigten Dienstantritt unter Bekanntgabe des Ausbildungsverantwortlichen bei der Landesgeschäftsstelle einzureichen. Die Landesgeschäftsstelle Steiermark hat die Anmeldung zu prüfen und der Apotheke mittels Fax zu bestätigen.

Der Aspirant muss noch rechtzeitig vor Dienstantritt in der Landesgeschäftsstelle folgende Dokumente (im Original) vorlegen:

    · Geburtsurkunde
    · evtl. Heiratsurkunde
    · Meldezettel
    · Staatsbürgerschaftsnachweis
    · Sponsionsbescheid

Der Beginn der Aspirantenausbildung ist auch dann der Monatserste, wenn dieser auf einen Sonn- oder Feiertag fällt.

Während der Ausbildungszeit hat sich der Aspirant der Ausbildung für den Apothekerberuf zu widmen. Eine weitere erwerbsmäßige Beschäftigung ist der Apothekerkammer zu melden. Die erwerbsmäßige weitere Beschäftigung ist von der Apothekerkammer bescheidmäßig zu untersagen, wenn diese nach Art und Umfang den Zweck der fachlichen Ausbildung beeinträchtigt.

Nach erfolgter Anmeldung erhält der Aspirant kostenlos das Aspirantenhandbuch und wird auf dem Fortbildungs- und Prüfungsportal registriert. Die Pharmazeutische Schriftenreihe (Band I und II) wird dem Aspiranten nach einigen Wochen per Post in die Ausbildungsapotheke geliefert. Die Kosten dafür übernimmt die Landesgeschäftsstelle Steiermark. Außerdem erfolgt die Ausgabe des Apotheker-Dienstabzeichens gegen Kostenersatz in Höhe von € 15,--, die bei der Gehaltsabrechnung in Abzug gebracht werden.

Die Pharmazeutische Gehaltskasse führt die monatliche Entlohnung der Aspiranten durch und zahlt je nach Familienstand Haushalts- und Kinderzulage.

Ab Dienstantritt in der Apotheke kann ein kostenloses Namensschild bei der Österreichischen Apothekerkammer (Tel. 01/40414/142) angefordert werden.

§ Aspirantenkurs

Die theoretische Ausbildung der Aspiranten erfolgt im Aspirantenkurs, der zweimal jährlich stattfindet. Je nach Eintrittsdatum werden die Aspiranten von der Landesgeschäftsstelle Steiermark entweder in den Frühjahrs- oder Herbstkurs (12 Kurstage, davon 2 Tage in Wien, jeweils 2 Tage auf mehrere Wochen aufgeteilt) eingeteilt. Die Aspiranten und die Ausbildungsapotheken werden rechtzeitig schriftlich verständigt.

§ Ansuchen um Zulassung zur Aspirantenprüfung

Für die Zulassung zur Aspirantenprüfung ist vom Aspiranten – aus administrativen Gründen – sechs Wochen, spätestens jedoch ein Monat vor Ende des Aspirantenjahres an die Landesgeschäftsstelle ein Ansuchen um Zulassung zur Aspirantenprüfung zu richten. Diesem Ansuchen ist das Zeugnis der Ausbildungsapotheke beizulegen.

Aspirant und Ausbildungsapotheke (der Ausbildungsverantwortliche) erhalten im Anschluss eine Verständigung über die Zulassung zur Prüfung mit Angabe der Prüfungsapotheke, Tag und Zeit. Die Prüfungstaxe in der Höhe von € 85,- ist am Tag der Prüfung in der Landesgeschäftsstelle Steiermark zu entrichten. Die Ausbildungsapotheke wird gebeten, die Kosten für die vorgeschriebene Prüfungsgebühr zu übernehmen.

Gemäß Art. XIV Abs. 2 des Kollektivvertrages für pharmazeutische Fachkräfte sind dem Aspiranten zur Vorbereitung auf die Prüfung vor dem Prüfungstermin ohne Schmälerung des Entgeltes oder der Freizeitansprüche drei Arbeitstage frei zugeben. Dem Aspiranten ist außerdem die Teilnahme an zumindest zwei Aspirantenprüfungen unter Fortzahlung des Entgeltes zu ermöglichen. Für die eigene Aspirantenprüfung besteht ein Dienstfreistellungsanspruch gemäß § 8 Abs. 3 Angestelltengesetz (Dienstverhinderung aus einem wichtigen persönlichen Grund). Die Prüfungstermine werden in der Apotheker-Zeitung und auf der Homepage der Landesgeschäftsstelle Steiermark veröffentlicht.

Spätestens am Tag der Prüfung sind vom Aspiranten folgende Anträge an die Landesgeschäftsstelle zu stellen:
    · Antrag auf Verleihung des Österreichischen Staatlichen Apothekerdiploms
      (erforderliche Dokumente: Geburtsurkunde und Staatsbürgerschaftsnachweis im Original)
    · Antrag auf Erteilung der allgemeinen Berufsberechtigung (inkl. Strafregisterbescheinigung)
    · Antrag auf Apothekerausweis

§ Aspirantenprüfung

Die Prüfungskommission besteht aus einem Vorsitzenden und aus je einem selbständigen und angestellten Apotheker als Prüfer. Der Leiter der Landessanitätsdirektion oder ein nominierter Stellvertreter können der Prüfung zur Überwachung ihrer Ordnungsmäßigkeit beiwohnen. Die Prüfung umfasst einen praktischen und einen theoretischen Teil.

Im Rahmen der praktischen Prüfung, welche nicht länger als vier Stunden dauern darf und unter Aufsicht eines Mitglieds der Aspirantenprüfungskommission erfolgt, hat der Aspirant mindestens eine Arznei und im Laboratorium mindestens ein pharmazeutisches Präparat herzustellen. Dabei ist auch festzustellen, ob der Aspirant mit den Einrichtungen eines Apothekenlaboratoriums vertraut ist und ob er insbesondere die im Arzneibuch angeordneten Verfahren sowie die darin zur Anwendung vorgeschriebenen Apparate, Einrichtungen und Vorrichtungen ordnungsgemäß zu benützen versteht.

Die theoretische Prüfung (mündlich und zum Teil schriftlich am Computer) umfasst spezielle Fragestellungen aus den Bereichen: Arzneibuch, Kenntnisse der Arzneifertigpräparate und Apothekenwaren, Benutzung fachwissenschaftlicher Nachschlagewerke, pharmazeutische Rechtskunde, Rechtsvorschriften für das Apothekenwesen (einschließlich Arbeits- und Sozialrecht), Preisbildung (Taxierung), Grundzüge der Betriebswirtschafts- und Steuerlehre. Fachliteratur wird beigestellt.

ACHTUNG: Für die Ablegung des schriftlichen Teils sind die persönlichen Zugangsdaten für das Fortbildungs- und Prüfungsportal (https://www.apofortbildung.at/) erforderlich!

Das Zeugnis über die Prüfung für den Apothekerberuf, das Zeugnis der Ausbildungsapotheke und das Staatliche Apothekerdiplom können ab dem Ende des Aspirantenjahres in der Landsgeschäftsstelle abgeholt werden.

Kalküle: „ausgezeichnet befähigt“, „gut befähigt“, „befähigt“, „nicht befähigt“.

Aspiranten, die mit dem Kalkül „ausgezeichnet befähigt“ ihre Prüfung abschließen, erhalten von der Landesgeschäftsstelle als Anerkennungspräsent ein pharmazeutisches Fachbuch aus dem Programm des Österreichischen Apothekerverlages.

§ Aspirantenausbildung im Teildienst

Es ist zulässig, in berücksichtigungswürdigen Fällen, wie beispielsweise einer Behinderung oder Erkrankung, der Betreuung eines Kleinkindes, Pflege eines nahen Angehörigen oder der Verfassung einer Dissertation, das Aspirantenjahr im Halbdienst (5/10) zu absolvieren. Für die Bewilligung der Halbdienstausbildung in der Dauer von 2 Jahren ist die Österreichische Apothekerkammer zuständig. Zulässig ist ein einmaliger Wechsel des Ausbildungsausmaßes.

§ Urlaub – Ausbildungsunterbrechung

Während der Ausbildungszeit hat der Aspirant Anspruch auf Urlaub im Ausmaß von 25 Arbeitstagen.
Ausbildungsunterbrechung: Ein Krankenstand von mehr als 4 Wochen verlängert die Ausbildungszeit um den über die vier Wochen hinausgehenden Zeitraum.

§ Wechsel der Ausbildungsapotheke

Mitunter kommt es vor, dass für Aspiranten ein Wechsel der Ausbildungsapotheke – etwa aus Gründen einer Übersiedelung – notwendig ist. Die vorzeitige Auflösung des befristeten Ausbildungsverhältnisses setzt die Zustimmung des Arbeitgebers voraus. Es ist eine sofortige schriftliche Mitteilung – unter Bekanntgabe der neuen Adresse und Ausbildungsapotheke (Meldung!) – an die Landesgeschäftsstelle nötig, um einen nahtlosen Wechsel vollziehen zu können. Sollte es zu keinem nahtlosen Wechsel kommen, ist ein Antrag auf Bewilligung der Unterbrechung der fachlichen Ausbildung zum Apotheker (Aspirantenjahr) aus schwerwiegenden gesundheitlichen, persönlichen oder familiären Gründen gemäß § 5 Abs. 6 Pharmazeutische Fachkräfteverordnung an die Österreichische Apothekerkammer zu richten.

§ Apothekerausweis

Aspiranten haben zugleich mit dem Ansuchen auf Verleihung des Staatlichen Apothekerdiploms bei der jeweiligen Landesgeschäftsstelle einen Apothekerausweis zu beantragen. Die Kosten für den ersten Apothekerausweis, der im Zuge der Ablegung der Aspirantenprüfung beantragt wird, werden zur Gänze von der Österreichischen Apothekerkammer und der Pharmazeutischen Gehaltskasse übernommen. Der Antrag wird mit der ersten Anmeldung in einer Apotheke als berufsberechtigter Apotheker zur Anfertigung der Ausweiskarte weitergeleitet. Sollte eine Änderung des Namens (infolge Heirat) oder des Titels bereits absehbar sein, ist dies am Antrag zu vermerken. Andernfalls fallen für Sie die Kosten für den zweiten Ausweis an. Wenn Sie nach Ablegung der Aspirantenprüfung keine Anstellung in einer Apotheke anstreben, besteht die Möglichkeit, den Apothekerausweis gegen Kostenersatz zu erwerben.

§ Stellensuche

Sollte das Dienstverhältnis in der Ausbildungsapotheke nach dem Ende der Aspirantenausbildung nicht fortgesetzt werden, empfiehlt es sich, eine Stellensuche rechtzeitig der Pharmazeutischen Gehaltskasse zu melden, um eine „nahtlose“ Beschäftigung zu ermöglichen bzw. die Stellenlosenunterstützung zu erwirken. (Tel.: 01/40414/260-262)

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes:
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung, wie z. B. Aspirant/in, verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für beide Geschlechter.

Meldung über die Aufnahme eines Aspiranten 2018.pdfMeldung über die Aufnahme eines Aspiranten 2018.pdfMerkblatt zur Aspirantenausbildung NEU ab August 2018.pdfMerkblatt zur Aspirantenausbildung NEU ab August 2018.pdf