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Merkblatt zur Aspirantenausbildung
 
 




  • Meldung eines Aspiranten
Die Meldung ist zumindest eine Woche vor dem beabsichtigten Dienstantritt bei der Landesgeschäftsstelle einzureichen.
Der Aspirant muss rechtzeitig vor Dienstantritt in der Landesgeschäftsstelle folgende Dokumente (im Original) vorlegen:
· Meldezettel
· Geburtsurkunde
· evtl. Heiratsurkunde
· Staatsbürgerschaftsnachweis
· Bescheid der Universität über die Verleihung des akademischen Grades Mag. pharm. (Magisterdiplom) sowie eventuell über die Verleihung weiterer akademischer Grade
    Bitte beachten Sie, dass die Verleihung des akademischen Grades durch die Universität Wien (=Magisterdiplom) erst mit dem Datum der Rechtskraftbestätigung im Stempel auf der Rückseite des Verleihungsbescheides rechtswirksam wird (ist nicht das Ausstellungsdatum!).
    Der Aspirant erhält kostenlos

    · ein Aspiranten-Handbuch (im Wert von € 145,--)
    · die Registrierung auf dem Fortbildungs- und Prüfungsportal (https://www.apofortbildung.at/) NEU!
    · die von der Landesgeschäftsstelle zur Verfügung gestellte Pharmazeutische Schriftenreihe, Band I und II (im Wert von € 217,60) sowie innerhalb der Aspirantenausbildung die laufenden Nachträge.
        (Die beiden Ringbuchmappen werden zu Handen des Aspiranten einige Wochen nach Dienstantritt in die Apotheke geschickt.)

    Außerdem erfolgt die Ausgabe des Apotheker-Dienstabzeichens gegen Kostenersatz in Höhe von € 15,--, die bei der Gehaltsabrechnung in Abzug gebracht werden.
    Während der Ausbildungszeit hat sich der Aspirant der Ausbildung für den Apothekerberuf zu widmen. Eine weitere erwerbsmäßige Beschäftigung ist der Apothekerkammer zu melden. Die erwerbsmäßige weitere Beschäftigung ist von der Apothekerkammer bescheidmäßig zu untersagen, wenn diese nach Art und Umfang den Zweck der fachlichen Ausbildung beeinträchtigt.


    Meldung über die Aufnahme eines Aspiranten.pdfMeldung über die Aufnahme eines Aspiranten.pdf

    • Aspirantenkurs
    Während des Aspirantenjahres erfolgt die Zuteilung zum Aspirantenkurs – je nach Eintrittszeitpunkt entweder im Frühjahr oder im Herbst.
    Der Kursbesuch ist obligatorisch (Arbeitszeit), wie auch jener der damit zusammenhängenden externen Veranstaltungen.
    • Ansuchen um Zulassung zur Aspirantenprüfung
    Für die Zulassung zur Aspirantenprüfung ist vom Aspiranten – aus administrativen Gründen – sechs Wochen, spätestens jedoch ein Monat vor Ende des Aspirantenjahres an die Landesgeschäftsstelle ein Ansuchen um Zulassung zur Aspirantenprüfung zu richten. Diesem Ansuchen ist das Zeugnis der Ausbildungsapotheke beizulegen. Aspirant und Ausbildungsapotheke (der Ausbildungsverantwortliche) erhalten im Anschluss eine Verständigung über die Zulassung zur Prüfung. Die Ausbildungsapotheke wird gebeten, die Kosten für die vorgeschriebene Prüfungsgebühr zu übernehmen. Dem Aspiranten ist ausreichend Gelegenheit zu geben, bei vorhergehenden Prüfungen zuzuhören (lt. Kollektivvertrag ist dem Aspiranten die Teilnahme an zumindest zwei Aspirantenprüfungen zu gewähren). Die Prüfungstermine sind der Apotheker-Zeitung oder auf www.apothekerkammer.at/wien zu entnehmen. Zur Vorbereitung auf die Prüfung sind dem Aspiranten vor dem Prüfungstermin drei Arbeitstage frei zu geben. Die Prüfungstaxe beträgt € 85,-- (Erlagschein in der Landesgeschäftsstelle erhältlich).

    Gleichzeitig mit dem Ansuchen um Zulassung zur Aspirantenprüfung sind folgende Anträge an die Landesgeschäftsstelle zu stellen:
    · Antrag auf Verleihung des Österreichischen Staatlichen Apothekerdiploms
    · Antrag auf Erteilung der allgemeinen Berufsberechtigung (inkl. Strafregisterbescheinigung)
    · Antrag auf Apothekerausweis (siehe Apothekerausweis)
    • Aspirantenprüfung
    Die Prüfungskommission setzt sich aus einem Vorsitzenden sowie aus je einem Prüfer der Abteilung I (selbstständige Apotheker) und der Abteilung II (angestellte Apotheker) zusammen. Der Leiter der Landessanitätsdirektion oder ein nominierter Stellvertreter können der Prüfung zur Überwachung des ordnungsgemäßen Ablaufs beiwohnen.
    Prüfungsumfang: Die Prüfung umfasst einen theoretischen und einen praktischen Prüfungsteil.
    Die theoretische Prüfung (mündlich und zum Teil schriftlich) umfasst spezielle Fragestellungen aus den Bereichen: Arzneibuch, Kenntnisse der Arzneifertigpräparate und Apothekenwaren, Benutzung fachwissenschaftlicher Nachschlagewerke, Rechtsvorschriften für das Apothekenwesen einschließlich Arbeits- und Sozialrecht, Preisbildung (Taxierung), Grundzüge der Betriebswirtschafts- und Steuerlehre. Fachliteratur (teilweise online) wird beigestellt.
    ACHTUNG: Für die Ablegung des schriftlichen Teils sind die persönlichen Zugangsdaten für das Fortbildungs- und Prüfungsportal (https://www.apofortbildung.at/) erforderlich!
    Im Rahmen der praktischen Prüfung, welche unter Aufsicht eines Mitglieds der Aspirantenprüfungskommission erfolgt, ist mindestens eine – praxisorientierte – Rezeptur herzustellen sowie eine Identitätsprüfung pharmazeutischer Rohstoffe bzw. Pflanzendrogen durchzuführen.

    Kalküle: „ausgezeichnet befähigt“, „gut befähigt“, „befähigt“, „nicht befähigt“.

    Das Zeugnis über die Prüfung für den Apothekerberuf, das Zeugnis der Ausbildungsapotheke und das Staatliche Apothekerdiplom können ab dem Ende des Aspirantenjahres in der Landesgeschäftsstelle abgeholt werden.

    Aspiranten, die mit dem Kalkül „ausgezeichnet befähigt“ ihre Prüfung abschließen, erhalten von der Landesgeschäftsstelle als Anerkennungspräsent ein pharmazeutisches Fachbuch aus dem Programm des Österreichischen Apothekerverlages.
    • Urlaub – Ausbildungsunterbrechung
    Während der Ausbildungszeit hat der Aspirant Anspruch auf Urlaub im Ausmaß von 25 Arbeitstagen.
    Ausbildungsunterbrechung: Krankenstand von mehr als vier Wochen verlängert die Ausbildungszeit um den über vier Wochen hinausgehenden Zeitraum.
    • Wechsel der Ausbildungsapotheke
    Mitunter kommt es vor, dass für Aspiranten ein Wechsel der Ausbildungsapotheke – etwa aus Gründen einer Übersiedelung – notwendig ist. Die vorzeitige Auflösung des befristeten Ausbildungsverhältnisses setzt die Zustimmung des Arbeitgebers voraus. Es ist eine sofortige schriftliche Mitteilung – unter Bekanntgabe der neuen Adresse und Ausbildungsapotheke (Meldung!) – an die Landesgeschäftsstelle und Gehaltskasse nötig, um einen nahtlosen Wechsel vollziehen zu können. Sollte der Wechsel nicht nahtlos erfolgen, ist die Genehmigung der Unterbrechung unter Angabe von Gründen bei der Österreichischen Apothekerkammer zu beantragen.
    • Apothekerausweis
    Aspiranten haben zugleich mit dem Ansuchen auf Verleihung des Staatlichen Apothekerdiploms bei der jeweiligen Landesgeschäftsstelle einen Apothekerausweis zu beantragen. Die Kosten für den ersten Apothekerausweis, der im Zuge der Ablegung der Aspirantenprüfung beantragt wird, werden zur Gänze von der Österreichischen Apothekerkammer und der Pharmazeutischen Gehaltskasse übernommen. Der Antrag wird mit der ersten Anmeldung in einer Apotheke als berufsberechtigter Apotheker zur Anfertigung der Ausweiskarte weitergeleitet. Sollte eine Änderung des Namens (infolge Heirat) oder des Titels bereits absehbar sein, ist dies am Antrag zu vermerken. Andernfalls fallen für Sie die Kosten für den zweiten Ausweis an. Wenn Sie nach Ablegung der Aspirantenprüfung keine Anstellung in einer Apotheke anstreben, besteht die Möglichkeit, den Apothekerausweis gegen Kostenersatz zu erwerben.
    • Namensschilder
    Ab Dienstantritt in der Apotheke besteht für jeden Aspiranten die Möglichkeit, ein Namensschild kostenlos anzufordern
    (Tel.: 01/40414/142).
    • Stellensuche
    Sollte das Dienstverhältnis in der Ausbildungsapotheke nach dem Ende der Aspirantenausbildung nicht fortgesetzt werden, empfiehlt es sich, eine Stellensuche rechtzeitig der Pharmazeutischen Gehaltskasse zu melden, um eine „nahtlose“ Beschäftigung zu ermöglichen bzw. eine Stellenlosenunterstützung zu erwirken. (Tel.: 01/40414/260-262)

    Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung, wie z. B. Apirant/in, verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für beide Geschlechter.

    Alle Formulare finden Sie auch auf www.apothekerkammer.at